Neue Chancen für Klartext

Datum: Donnerstag, 29. März 2018 13:09


Die Verantwortung wächst, auch in den Medien.

Der Wind in der öffentlichen Berichterstattung dreht sich. Langsam, aber er dreht sich. Der lang gehegte Reflex bei vielen Themen, von der Energiewende über Flüchtlinge bis hin zu Diesel, erhält neue Kanten und Facetten. So titelte die Sächsische Zeitung in einem Aufmacherartikel „Ein Herz für saubere Braunkohle“. In einem ebenso umfangreichen Artikel der SVZ-Gruppe, der großen Tageszeitungsgruppe im Norden, wurden die Methoden der Grünen mit denen der Scharfmacher von Pegida und AfD gleichgesetzt. Dieser Artikel unter dem Titel „Angst, Angst, Angst!“ beschäftigt sich mit der Terminologie im Rahmen der Diesel-Debatte und kommt zu folgenden Erkenntissen: „Die Grünen greifen bei den eigenen Herzensthemen gern zu denselben Mitteln wie die Extremisten von rechtsaußen“. Eine Zeile weiter wird dieser Zusammenhang sogar auf die Grünen im Bundestag bezogen: „Die Radikalisierung der Umweltbewegung macht natürlich auch vor ihrem parlamentarischen Arm in Berlin keinen Halt.“ Solche Berichte waren im Mainstream der grünen Ideologie in der Vergangenheit wirklich rar – inzwischen scheint zumindest in vielversprechenden Ansätzen ein Umdenken stattzufinden. Auch auf der Titelseite der Lausitzer Rundschau wurde im März ein Zusammenhang zwischen dem Rücktritt des grünen Staatssekretärs Rainer Baake und einer – durch den Pro Lausitzer Braunkohle e.V. beim Bundesverwaltungsamt angezeigten – Überprüfung Baakes wegen evtl. Missbrauchs seiner Machtposition für ideologische Zwecke der Grünen hergestellt. Es zeigt sich auch hier ein Umdenken, den Verein bei einem brisanten Thema im kritischen Zusammenhang mit einem grünen Ideologen anerkennend auf die Titelseite zu heben. Noch sind Berichte dieser Art eher die Ausnahme – aber sie scheinen sich zu mehren.

In der Lausitz befördern sicher auch veränderte Rahmenbedingungen im Strukturwandel ein Umdenken. Es geht nicht mehr nur um die Braunkohle, mit Siemens und Bombardier in der Oberlausitz stehen inzwischen weitere Grundpfeiler der Industrieregion zur Diskussion. Es wird deshalb immer wichtiger, dass die neue Chance zu Klartext auch eine starke Stimme findet, die für die Lausitz nach außen agiert. Die Wirtschaftsregion hat sich inzwischen auf den Weg gemacht und mit dem Startschuss zur Zukunftswerkstatt auch den dringend notwendigen Leitbildprozess für die Lausitz eingeläutet. Gemeinsam mit der Innovationsregion und der Wirtschaftsinitiative kann sie die Interessen der Lausitz bündeln und gehört als starke Stimme an den Tisch der Berliner Strukturkommission, die nun über den Weg der Braunkohlereviere befinden soll. Wenn an diesem Tisch NGOs wie Greenpeace einen Platz bekommen, wird auch der Pro Lausitzer Braunkohle e.V. als Stimme aus der Lausitzer Zivilgesellschaft einen Platz an diesem Tisch einfordern, um die Stimme der Lausitzer Wirtschaft und Verwaltung bzw. Politik, die in der Wirtschaftsregion zu einen wäre, durch eine bürgerschaftliche Interessenvertretung zu ergänzen. Hier hat der Verein aufgrund seiner Historie, Vernetzung und Verwurzelung in der engagierten Bürgerschaft sowohl in den Themen als auch im Rückhalt entsprechende Sicherheit – und wird die Chance für Lausitzer Klartext in Berlin nutzen, wenn es denn notwendig ist.


www.prolausitzerbraunkohle.de