Das kleine Corona Update (Stand: 23.Mai 2022)

Datum: Mittwoch, 01. Juni 2022 08:43


Stand 23. Mai 2022: Wir bleiben dabei: Zumindest bei uns gibt es einmal pro Monat die kleine Erinnerung, dass wir nach wie vor inmitten einer Pandemie stecken. Es ist schon erstaunlich, wie schnell der Mensch vergisst, insbesondere der erwachsene. Dabei – kleiner Spoiler – steuern wir bereits jetzt sehenden Auges auf die nächste Katastrophe für unsere Kinder zu. Sie wird uns im Herbst einholen, ist aber jetzt schon spürbar. Auch wenn man davon derzeit in den Medien nichts merkt – es sind bereits jetzt wieder Kinder und Jugendliche, die von der Pandemie stärker betroffen sind. Der Anteil der unter 14-Jährigen an den Gesamtinfektionen nahm zuletzt wieder zu. Vor allem sind es aber Nachwirkungen infolge der erforderlichen Maßnahmen in der Pandemie, an denen Kinder und Jugendliche nach wie vor besonders leiden. Studien wie die COPSY-Studie über Corona & Psyche bei Kindern bestätigen den Zusammenhang von Infektionsschutz und psychischen Auswirkungen immer mehr. Schaut man auf die Vorsorge für Kinder, tut sich hingegen nichts mehr. Weder in Kitas noch in Schulen wird für den Herbst vorgebaut – und das schon garnicht im Land Brandenburg mit der bundesweit unfähigsten Bildungsministerin Britta Ernst, die ihren Stuhl wohl nur aus dem einen Grund nicht räumen muss, dass sie zuallererst Kanzlergattin ist. So scholzt sich Brandenburg mit vollem Ernst in die nächste Phase unnötiger Kinderleiden. Wer das überspitzt findet, dem sei eine aktuelle Sonderfolge des NDR-Podcasts Coronavirus-Update empfohlen. Der Beitrag vom 17. Mai titelt nicht ohne Grund „Achtet auf die Kinder!“. Er ist über den ersten der drei nachstehend abgebildeten QR Codes erreichbar. Das Problem für den Herbst liegt in der nach wie vor völlig fehlgeschlagenen Impfkampagne in unserem Land. Auch hier ist im Land Brandenburg im Grunde gar nicht spürbar, dass es jemals überhaupt so etwas gab. In Sachsen sind die Probleme, die Menschen mit Impfaufklärung zu erreichen, noch größer. Brandenburg und Sachsen sind die Bundesländer mit den schlechtesten Impfquoten. Zum Vergleich: in Bremen sind 90,8% der Menschen vollständig geimpft, in Brandenburg nur 69,6%. Insofern wird sich hier eine nächste Welle auch deutlich stärker auswirken, einmal mehr werden vor allem Kinder und Jugendliche unter den Einschränkungen leiden. Die Impfquote stagniert bundesweit seit Wochen. Es sind weiterhin hochgerechnet rund 7,6 Millionen Bürgerinnen und Bürger, (17 %) in der Altersgruppe 18-59 Jahre und rund 2,0 Millionen (8 %) in der Altersgruppe ab 60 Jahre, noch nicht geimpft. Zum Redaktionsschluss erreichte die wöchentliche Anzahl an Impfungen mit rund 360.000 den bisherigen Tiefststand, dabei handelt es sich fast nie um Erstimpfungen und meist um die zweite Auffrischungsimpfung. Es ist schon jetzt völlig klar, dass unser Land ebenso unvorbereitet wie im vergangenen Jahr in den dritten Herbst der Pandemie gehen wird. Wir können uns jetzt schon darauf einrichten, dass dann medial wieder aufgerüstet wird. Es geht ja nicht um Information und Prävention, sondern um Erregungskultur. Man steht inzwischen kopfschüttelnd vor der fehlenden Lösungsfähigkeit unseres Landes und unserer Gesellschaft bei solchen Herausforderungen.
In der folgenden Ferien-Sommerausgabe wird unser kleines Corona Update aussetzen, im September sind wir dann sicher mit den ersten Vorboten einer Herbstwelle wieder da. In diesem Sinne: Achtet auf die Kinder!

Weiterhin gilt: seriöse Information
Bitte nutzen Sie diese Quellen und prüfen
Sie Schlagzeilen in Tages- und sozialen Medien:
*Lagebericht des RKI: Als Tages- oder Wochenbericht verfügbar und mit übersichtlichem „Dashboard“ samt allen aktuellen Pandemiezahlen. Hier findet man viele Verweise zu weiteren seriösen Quellen. Einfach nach „RKI Lagebericht“ googeln.
*Rund um Hygiene: Viele Infos zur Vermeidung von Infektionen unter infektionsschutz.de.