CDU – Jens Koeppen

Datum: Freitag, 27. August 2021 14:39

Jens Koeppen
58 Jahre, verheiratet, Kinder & Enkel
Elektromeister
Mitglied des Deutschen Bundestages seit 2005

Welche Probleme bewegen nach Ihrer Meinung Lausitzer Familien?
Neben Fragen zur wirtschaftlichen Zukunft ist in den letzten Monaten für die Menschen die Sorge um die seelische Gesundheit ihrer Kinder in den Vordergrund getreten. Die geschlossenen Schulen haben nicht nur der Bildung einen kräftigen Dämpfer gegeben, sondern insbesondere der emotionalen Entwicklung der Kinder geschadet. An kaum einem Kind sind die langen Kontaktbeschränkungen und verhängten Sportverbote unbeschadet vorbeigegangen.

Was werden Sie für Familien, was für die Lausitz tun, wenn Sie regieren dürfen?
Ganz klar: Rahmenbedingungen setzen, dass die Lausitz lebens- und liebenswert bleibt. Mit dem Kohleausstieg ist in der Lausitz die Hoffnung auf eine sehr positive Luft- und Umweltentwicklung verbunden. Gleichzeitig einher geht damit für viele Bürgerinnen und Bürger auch die Angst um die eigene wirtschaftliche und soziale Perspektive. Der Bund hat der Region hier Zusagen gemacht, insbesondere finanzielle. Die Zusagen müssen eingehalten werden!

Worin unterscheidet sich die Familienpolitik Ihrer Partei von der der anderen?
Für uns stehen die Familien und die Kinder im Mittelpunkt! Staatliche Angebote müssen sich an den Bedarf der Familie richten und nicht anders herum.

In der Coronavirus-Pandemie litten vor allem die Gleichstellung von Frauen und das Wohl der Kinder – wie wollen Sie entstandene Defizite ausgleichen?
Einen Lockdown darf es in diesem Herbst nicht wieder geben! Die Schulen und die Kitas müssen offen bleiben. Mit konsequenten Nachholangeboten in den kommenden zwei Jahren im schulischen Bereich, aber auch bei den Freizeitangeboten, müssen die Folgen des Lockdowns ausgeglichen werden.

Was werden Sie am Bildungssystem für unsere Kinder verändern?
Ich werde aber weiterhin dafür eintreten, dass der Bund durch Zahlungen an die Länder bessere Angebote ermöglicht. Für mich stehen kleine Klassen ganz oben auf der Agenda.

Welche drei konkreten Veränderungen in der Familienpolitik wird es mit Ihrer Partei auf jeden Fall geben?
Familien werden mehr Geld zur Verfügung haben, z.B. durch die Schaffung eines vollen Grundfreibetrags für Kinder, die Ausweitung der Partnermonate auf insgesamt 16 Monate beim Elterngeld oder durch die Einführung von Freibeträgen bei der Grunderwerbssteuer beim Erwerb von selbstgenutztem Wohnraum.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird verbessert. Dazu werden wir das Instrument der Zeitwertkonten anpassen und die Möglichkeiten von Home-Office für Familien flexibilisieren.

Wir werden das Instrument des BAföG neu ausgestalten, so dass Familien entlastet werden und dass Weiterbildung oder Studium mit dem Familienleben gut vereinbar sind.

Wie steht es um Ihre persönliche Nähe zum Thema, sind Sie ein „Familienmensch“?
Ich bin ein Familienmensch! Im Bundestag bin ich allerdings bei der inhaltlichen Arbeit im Bereich Wirtschafts- und Energiepolitik verhaftet. Ich sehe in der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen hier aber auch einen ganz wesentlichen Beitrag für die Familien in Deutschland und der Lausitz. Klimaschutz und nachhaltige, zukunftssichere Arbeitsplätze sind ganz essentiell für glückliche Familien.

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