Die Lausitzer Schicksalswahl

Datum: Freitag, 27. August 2021 15:05


Foto: Deutscher Bundestag

Warum die Bundestagswahl 2021 gerade für Lausitzer Familien wichtig und zukunftsweisend ist.

Das eine bevorstehende Wahl eine Schicksalswahl und wichtiger denn je sei, haben wir in der Vergangenheit schon des Öfteren gehört. Für die Bundestagswahl 2021 trifft dies im Vergleich zu sämtlichen Wahlen zumindest der letzten zwei Jahrzehnte für die Lausitz aber ganz klar zu. In unserer Region kommt zu besonderen thematischen Komponenten in Zeiten der Bewältigung einer Jahrhundertkrise eine besondere regionale Komponente hinzu. Dieser Beitrag versucht eine Annäherung an Entscheidungsfaktoren für eine Wahl, mit der Lausitzer Familien ihre eigene Zukunft und die ihrer Kinder deutlich stärker beeinflussen werden, als vielen bewusst ist. Eine Bewertung politischer Positionen wird nicht vorgenommen – warum eine Direktwahl Lausitzer AfD-Kandidaten aus der Perspektive hier beheimateter Familien dennoch von Kurzsicht zeugt, erklärt ein struktureller Zusammenhang am Ende des Beitrags.

Allgemeines zur Wahl
Die Bundestagswahl findet am 26. September statt. In diesem Jahr wird durch Nachwehen der Coronavirus-Pandemie mit einem deutlich stärkeren Anteil an Briefwählern gerechnet, hier können Familien insbesondere ältere Angehörige unterstützen. Insgesamt treten in diesem Jahr 47 Parteien zur Bundestagswahl an. Elf Parteien wurden erstmals zugelassen, zu ihnen zählen u.a. die junge Partei „Volt“ und die Basisdemokratische Partei Deutschlands (dieBasis), die sich gerade im Sommer 2020 gegründet hat und für mehr Basisdemokratie stark machen möchte. Auch im breiten Feld der nicht etablierten Parteien finden gerade jene Wähler Alternativen, die sich von den etablierten sechs größeren Parteien nicht angesprochen fühlen. So erhielten bei der Bundestagswahl 2017 beispielsweise Die Partei 454.349 Stimmen und die Tierschutzpartei 374.179 Stimmen. Einen Überblick aller Parteien gibt es unter www.bundeswahlleiter.de


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Wählen per Automat
Wem komplexe Entscheidungsmuster zuwider sind, der verfügt seit 2002 mit dem digital gestützten Wahl-O-Mat über eine schnelle Entscheidungs- und Argumentationshilfe. Man kann den Wahl-O-Mat entweder online oder via App per Smartphone oder Tablet nutzen. Der Wahl-O-Mat führt durch insgesamt 38 Thesen zu allen wesentlichen Themen. Man kann jeweils zustimmen, nicht zustimmen, sich neutral positionieren oder einzelne Thesen überspringen. Im Anschluss kann man seine Prioritäten definieren, in dem man einzelnen der nicht übersprungenen Thesen eine stärkere Gewichtung verleiht. Der Wahl-O-Mat gleicht die Antworten mit den jeweiligen Parteiprogrammen zur Bundestagswahl ab und führt abschließend alle Parteien übersichtlich auf – sortiert von der größtmöglichen bis zur geringsten Übereinstimmung mit den eigenen Positionen und Prioritäten. Die Übereinstimmung wird in Prozent angegeben. Man kann für die Auswertung auch einzelne Parteien individuell auswählen

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021 ist ab 2. September verfügbar. Zum Superwahljahr 2021 erhielt er ein neues Design und neue Funktionen. So kann man nun auch zur Bundestagswahl im Bereich „Tuning“ live verfolgen, wie sich Unterschiede in der Gewichtung einzelner Thesen auf die Übereinstimmungen mit Parteipositionen auswirken. Mit dem „Parteienvergleich“ sieht man auf einen Blick, bei welchen Thesen bis zu drei Parteien mit der eigenen Wertung übereinstimmen oder sich widersprechen – und wie unterschiedlich deren Begründungen dazu sind. Manchmal führen ganz verschiedene politische Argumente einer Partei zur Zustimmung bzw. Ablehnung einer These. Unter „Begründungen zur These“ sieht man sortiert nach Thesen im Überblick, wie alle Parteien ihre Positionen erklären – und unter „Standpunkte“ findet man alle Positionen einer Partei nach Wahl im Überblick. Wer will, klickt sich nur einmal durch den Wahl-O-Mat und erfährt binnen fünf Minuten Bestätigung oder Informationsbedarf, wer will, kann aber auch tiefer einsteigen.

Zur Verfügung gestellt wird der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung, die Berechnungsvorschrift für die Ergebnisse ist öffentlich einsehbar, es werden keinerlei persönliche Daten gespeichert. Eigentlich als zeitgemäße Orientierungshilfe für junge Wähler eingeführt, wurde der Wahl-O-Mat allein zur Bundestagswahl 2017 knapp 16 Mio. Mal genutzt. Auch politisch gefestigte Wähler mit Erfahrung können hier ihr Meinungs- und Parteienbild hinterfragen und finden nicht selten Anlass, sich zu bestimmten Themen intensiver mit den Parteiprogrammen auseinander zu setzen. Hierzu enthält der Wahl-O-Mat unter anderem übersichtliche Kurzprofile aller Parteien.

Ab 2. September online: www.wahlomat.de