mami bloggt

Datum: Donnerstag, 28. Mai 2020 13:49

mami bloggt 

Wer schreibt: Gabriela Urban lebt mit Mann und Sohn in Schleswig-Holstein. Meistens jedoch ist die von Fernweh geplagte Journalistin und Buchautorin irgendwo auf der Welt mit ihrem Kind unterwegs.
Themen: Auf ihrem Blog schreibt sie über außergewöhnliche Reiseziele und gibt Tipps zum Thema „Reisen mit Kind“. Zudem hat sie ein Buch über ihre Reisen „Wie Buddha im Gegenwind – eine Kündigung, 22 Länder und ein besonderer Reisebegleiter“ sowie einen Mut machenden Ratgeber fürs Reisen mit Kindern „Wenn ich groß bin, werd’ ich auch ein Machu Picchu“ veröffentlicht.

Gastbeitrag:

Vom Mut, das Reiseabenteuer mit Kind zu wagen

Jeden Tag erreichen mich zahlreiche Mails von Müttern und Vätern, die davon träumen, ihrem Nachwuchs die weite Welt zu zeigen. Oft haben diese Eltern etwas gemeinsam – ihnen fehlt noch der Mut. Sie haben die Befürchtung, dass sie einer Reise mit ihrem Sprössling ins unbekannte Gefilde nicht gewachsen seien. Auch ich war vor meiner ersten Fernreise mit Kind extrem aufgeregt – und ich kann mich noch heute sehr gut an meine zitternden Beine und mein pochendes Herz vor gut vier Jahren erinnern, als ich gemeinsam mit meinem Baby den Flieger Richtung Asien betrat. Rückblickend betrachtet, weiß ich genau, was mir damals fehlte. Der Mut, mich gelassen auf das Reiseabenteuer mit unserem kleinen Nachwuchs einzulassen.

Reisen mit Kindern ist anstrengend? Auf jeden Fall! Und meistens liegt es daran, dass wir Eltern uns im Vorfeld viel zu viel Stress machen – und nicht an unseren kleinen Reisebegleitern. Dieser Gedanke, dass wir die Kontrolle abgeben müssen und nicht zu 100 Prozent wissen, was genau uns erwartet. Hinzu kommen die ganzen Vorbereitungen, das Packen und das Gefühl, dass man dem ganzen Abenteuer nicht gewachsen ist – und schon würde man lieber im dunklen Kämmerlein die Bettdecke über den Kopf ziehen, statt ins Flugzeug Richtung unbekanntes Terrain steigen. Da hilft nur eins: ruhig weiteratmen, sich bloß nicht verrückt machen und schön entspannt bleiben.
Was sich gerade wie der gut gemeinte Rat einer Hebamme für die anstehende Geburt anhört, ist bereits die halbe Miete für eine stressfreie Familienreise. Denn sind die Eltern entspannt, sind es die Kinder in der Regel auch. Der Rest der Miete sind eine gute, systematische Vorbereitung und, dass die Eltern sich wohlfühlen. Mit ihrer Entscheidung. Mit dem Ziel. Und auch mit der Art und Weise, wie sie ihren Urlaub verbringen. Ob es ein Pauschalurlaub im Luxusresort, eine individuelle Reise mit dem Mietwagen oder ein wagemutiger Backpacker-Trip ist, müssen Eltern für sich entscheiden. Seinen eigenen Weg finden, heißt die goldene Regel. Trotz des kleinen Reisebegleiters. Oder vielleicht gerade wegen ihm.

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