Netpapa

Datum: Donnerstag, 28. Mai 2020 13:54


© Paul Glaser

Netpapa

Wer schreibt: Mario Förster wohnt mit seinen zwei Söhnen und seiner Frau in der Nähe von Görlitz. Seit fast zwölf Jahren arbeitet er selbstständig als Autor und Blogger.
Themen: Netpapa ist einer der meistgelesenen Väterblogs und zugleich Onlinemagazin mit 130.000 bis 160.000 Lesern jeden Monat. In seinem Blog schreibt Mario Förster seit 2014 über klassische Herausforderungen im Familienalltag – nur eben aus Vätersicht. Da geht es um die Vaterrolle im Wandel der Zeit, darüber, wie Väter Schwangerschaft und Geburt erleben und über die Aufteilung der Hausarbeit in einer Partnerschaft. Im Reiseblog findet man tolle Tipps für Ausflüge mit Kindern.

Gastbeitrag:

Medienzeit vs. Draußenzeit

Mich erreicht oft die Frage, wieviel Medienzeit für Kinder im Grundschulalter ok ist. Digitalisierung und Medien gehören einfach in unseren heutigen Alltag und das Vermitteln von Medienkompetenz ist sicher eine der großen Aufgaben unseres Eltern-Sein. Bei uns in der Familie gibt es dazu festgeschriebene Medienzeiten und einen klaren Plan. An den Schultagen dürfen unsere Kinder, sie gehen in die 2. und 6. Klasse, zwei Stunden TV oder Youtube schauen, am Wochenende dann auch spielen und mit dem Tablet oder der Xbox Spaß haben. Unsere Jungs müssen aber mindestens genauso lange an die frische Luft, wie sie auf einen Bildschirm schauen. Natürlich gibt es, wenn auch selten, mal eine Ausnahme, wie Regenwetter, den ein oder anderen Sonntagmorgen oder wenn wir Eltern einfach mal eine Stunde für uns brauchen.

Ich finde, das Gleichgewicht muss einfach stimmen. So ist es uns wichtig, den Kindern verschiedene Möglichkeiten der Freizeitgestaltung anzubieten, dazu gehören der Fußballsport im Verein, Hörspiele und Musik, Freunde besuchen, draußen spielen oder auch mal Langeweile erleben. Wir besprechen die verschiedenen Angebote der Bildschirmmedien mit den Kindern gemeinsam und wählen aus, was genutzt wird. Fortnite gehört da beim Großen schon dazu, der Kleine ist in den Welten von „Minecraft“ unterwegs, die Kinder nutzen aber auch Lern-Apps wie „Anton“. Wir halten uns weitestgehend an die Vorgaben der USK und FSK, die einen guten Richtwert bieten.

Digitale Medien gehören heute einfach dazu, so werden auch bei uns Mediengeräte wie Alexa und deren Angebote wie Audible im alltäglichen Leben genutzt. Unsere Kinder wachsen im Alltag wie selbstverständlich damit auf. Das befreit uns als Eltern aber nicht von unserer Vorbildfunktion, die ist viel wichtiger als alle Pläne und Regeln. Die Digitalisierung verändert auch die Mediennutzung der Eltern. Da heißt es oft für die ganze Familie, Fahrradfahren, Wandern und Zeit draußen verbringen.

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