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Aktuelles :: Seite 42 anderen waren die Eltern Impfgegner. Zwei der Kinder starben Jahre später an SSPE. Dieser tragische Fall, zeigt, wie wichtig eine hohe Impfquote ist. Unternehmen gegen Impfgegner Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Impfgegner vergangenes Jahr in die Liste der zehn gefährlichsten Bedrohungen für die globale Gesund- heit gesetzt, weil sie die Hauptverantwortung dafür tragen, dass Krankheiten wie Masern oder Polio noch immer nicht weltweit ausgerottet sind und dass noch immer Jahr für Jahr Menschen daran sterben. Die Impfgegner stehen damit auf einer Stufe mit Ebola, AIDS, multiresistenten Keimen, Luftverschmutzung oder Erderwärmung, die ebenfalls auf der Top-Ten- Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen stehen. Mittlerweile reagieren auch große social-media-Ka- näle und widmen sich dem Thema. Die Plattformen YouTube, Facebook und Pinterest hatten Anfang 2019 angekündigt, verstärkt gegen Falschinforma- tionen zum Thema Impfen vorzugehen – zunächst auf englischsprachigen Seiten. Vor wenigen Tagen verschärfte Facebook angesichts der aktuellen Ent- wicklungen dieses Vorgehen: „Heute verkünden wir eine neue globale Unternehmenspolitik, die Anzei- gen verbietet, welche Menschen davon abhält, sich nie eindeutig nachweisbar gewesen oder aber das geimpfte Kind war bereits durch eine (unerkannte) Erkrankung vorgeschädigt. Dagegen sind die möglichen Folgen einer Erkrankung wie Masern, Kinderlähmung und Keuchhusten viel gefährlicher und auch häufiger. Erkrankt ein Kind an Masern – und das passiert in Deutschland immer noch erschreckend oft – hat es ein viel höheres Risiko, an Spätfolgen zu leiden. Viele Kinder haben noch jahre- lang mit einem geschwächten Immunsystem und in der Folge mit vielen Infekten zu kämpfen. Die Wahr- scheinlichkeit, an einer Hirnhautentzündung zu er- kranken, liegt nach einer Masernerkrankung 100 Mal höher als nach einer Masernimpfung. Drei von 100 Erkrankten bekommen eine Lungenentzündung, eins von 1.000 Kindern eine Hirnhautentzündung. Beson- ders tragisch ist die SSPE, die subakute sklerosierende Panenzephalitis, ebenfalls eine Entzündung des Ge- hirns, die nicht behandelt werden kann und innerhalb weniger Jahre zum Tod führt. Besonders stark betrof- fen sind Kinder, die im Alter von unter fünf Jahren an Masern erkranken. Wie gefährlich Masern sind, zeigt ein Fall aus Nordrhein-Westfalen vor gut 20 Jahren. Damals steckte ein elfjähriger an Masern erkrankter Junge im Wartezimmer einer Arztpraxis sechs unge- impfte Kinder an, einige waren noch zu jung, bei den Mainz Tübingen Vibalogics (für Janssen) Richter-Helm (für Inovio) Miltenyi Biotec (Peptide für Impfstoforschung) München Neuried Braunschweig Langenfeld Köln Dessau Hamburg Marburg Gießen Cuxhaven Darmstadt Frankrt a.M. Deutsches Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) – 2 Projekte geplant: BioNTech (für BioNTech/P‡zer) Teterow Universität Marburg (für DZIF) IDT Biologika (für DZIF) Siegfried (für BioNTech/P‡zer) CEVEC Pharmaceuticals Merck (für University of Oxford) BioNTech/P‡zer Universität Gießen (für OpenCorona-Konsortium) Universität Tübingen (für PREVENT-nCoV-Konsortium) Rentschler Biopharma (für BioNTech/P‡zer) Sano‡ (für Sano‡/GSK) ARTES Biotechnolgy CureVac Prime Vector Technologies Uniklinik Tübingen BioNTech/P‡zer baseclick Leukocare Hauptstandorte: Mitwirkende Standorte: Illertissen Pfa†enhofen Hameln Grünwald Planegg Idar-Oberstein Uniklinikum Eppendorf (für DZIF) Laupheim Universität München (mit DZIF und mit Daiichi Sankyo) R-Pharm Germany (für R-Pharm, Russland) Dermapharm Holding (für BioNTech/P‡zer) Daiichi Sankyo Europe (für Daiichi Sankyo, Japan) Quelle: vfa Stand:Oktober2020 Deutsche Standorte ‰r die Entwicklung und Produktion von COVID-19-Impfsto†en

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