lausebande_2020-11_ebook

Aktuelles :: Seite 5 In diesem Jahr eröffneten die Johanniter mit dem Kinderhospiz Pusteblume ein bundes- weit beispielhaftes Haus, das schwerstkranken Kindern und ihren Familien in extremen Situatio- nen Entlastung und eine besondere Auszeit ermög- licht. Das mit Liebe zum Detail umgesetzte Hospiz ermöglicht den Mitarbeitern eine sehr persönliche Atmosphäre und einen beruflichen Alltag, der ge- rade wegen der besonderen Situation der Patienten Herausforderung, Wertschätzung und einen Gewinn für den persönlichen Selbstwert eint. Aktuell werden zur Verstärkung des Teams Gesundheits- und Kin- derkrankenpflegekräfte gesucht – viele Gründe, mit Pusteblume-Mitarbeiterin Stefanie Löschke über die- sen besonderen Arbeitsort zu sprechen: Sie sind selbst Mutter, wie nahe gehen Ihnen die Schicksale der Kinder und Familien im Hospiz? Die Arbeit ist letztendlich auch für mein privates Familienleben ein Gewinn. Sie zeigt mir täglich, wie wichtig Geduld und Einfühlungsvermögen sind. Das färbt ab und so profitiert auch meine neunjährige Tochter von Mamas Job. Ansonsten gilt es, für eine professionelle Arbeit im Hospiz viel Herz, aber auch den richtigen Abstand zu wahren. Ich finde, man kann das sehr gut trennen und lernt sogar, die Zeit mit dem eigenen Kind umso intensiver zu nutzen. Was macht das Kinderhospiz als Arbeitsort be- sonders? Ich bin extra wegen der Pusteblume in meine alte Heimat, den Spreewald, zurückgekehrt. Nach 20 Jahren Mitarbeit in Kliniken ist das Kinder- hospiz genau die Herausforderung, die ich gesucht habe. Ich wollte nicht länger den unpersönlichen Klinikalltag, aber dennoch im medizinischen Be- reich tätig bleiben. Ohne die Pusteblume wäre ich wahrscheinlich nicht in den Spreewald heimgekehrt – und bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Die Arbeit mit den Kindern und vor allem im Team ist herzlich, wir sind fast schon wie eine Familie. All das bereichert mein Leben. Die exzellenten Arbeits- bedingungen und das sehr kollegiale Miteinander selbst mit der Leitungsebene kannte ich zuvor nicht. Wie wichtig ist das Team? Wir arbeiten jeden Tag Hand in Hand. Die Teamarbeit steht im Fokus, alle Kollegen sind immer offen und ich erhalte unendlich viele Tipps. Hier steht man zu keiner Zeit allein da. Wie klappt die Balance zwischen Beruf und Pri- vatleben? Ich bin alleinerziehend und da hilft es, wenn meine Tochter den Hort genau gegenüber vom Hospiz besucht. Wir reden sehr offen über meine Arbeit und meine Tochter wächst mit meinen Erfah- rungen. Das stärkt unsere sozialen Bande enorm. Wem würden Sie eine Mitarbeit im Hospiz emp- fehlen? Jedem, der das Herz am richtigen Fleck trägt, in seinem beruflichen Leben noch etwas ganz Spezielles umsetzen möchte, und der eine liebevol- le Umgebung, ein gutes Arbeitsklima und ein tolles Teamwork erfahren möchte. Informationen zu Aufgaben, gewünschten Fähigkei- ten, vielfältigen Leistungen und zur Bewerbung um eine Mitarbeit im Kinderhospiz gibt es unter: Der ganz besondere Job im Kinderhaus Pusteblume Stefanie Löschke pflegt schwerstkranke Kinder – und sucht engagierte Mitstreiter. Stefanie Löschke bei der Arbeit im Kinderhospiz Pus- teblume: der junge, schwerkranke Patient liebte bei seiner Zeit im Hospiz die Therapiepuppe und trank mit deren Hilfe immer ein Gläschen mehr. www.besser-für-alle.de

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