lausebande_2020-11_ebook
Wissen schützt Ausführliche Hinweise zum Verhalten nicht nur während der Coronavirus-Pandemie im berufli- chen, privaten und öffentlichen Bereich sind auch auf den Internetseiten der Bundeszentrale für ge- sundheitliche Aufklärung aufgeführt. Dort gibt es unter anderem auch interessante Zusatzmateriali- en wie Erregersteckbriefe oder Infovideos: www.infektionsschutz.de und www.bzga.de . Bei Erkrankungen im Haushalt Wenn der Partner, die Kinder, die Großeltern oder sonstige Mitglieder im gemeinsamen Haushalt an SARS-CoV-2 oder einer anderen Vireninfektion erkranken, ist eine Übertragung vorprogrammiert – oder doch nicht? Folgende Tipps zum Umgang mit einem Erkrankten im Haushalt können die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung verringern: • Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern • Mahlzeiten getrennt einnehmen • Räumliche Trennung von Geschwisterkindern • Tägliche Reinigung der Oberflächen, die nahe beim Erkrankten sind (z.B. Nachttisch, Türgrif- fe, Fenstergriffe, Fernbedienung etc.) • Eventuelle Medizinprodukte ausschließlich von der erkrankten Person verwenden lassen und vor der Einlagerung Verpackung desinfizieren • Als Taschentücher Einmaltücher zur Verfügung stellen, extra Mülleimer bzw. -tüte für Taschen- tücher bereitstellen • Zahnbürste nicht in einem Gemeinschaftsglas aufbewahren, diese regelmäßig mit heißem Wasser übergießen, eigene Zahnpaste nutzen, Handtücher einzeln nutzen und regelmäßig wechseln • Nach der Genesung eine ordentliche Grundrei- nigung durchführen Das wichtigste zum Schluss: Händewaschen Noch nie wurde so oft wie in den vergangenen Monaten auf die Bedeutung des Händewaschens hingewiesen. Aus gutem Grund: So fand die Uni- versität Heidelberg 2018 heraus, dass schon beim Händewaschen nach dem Toilettengang gerade einmal 51 Prozent der beobachteten Männer den Keimen mit Wasser und Seife auf den Leib rückten, selbst unter den Frauen waren es nur 82 Prozent. • – das betrifft z.B. Kopierer, Drucker, Treppen- geländer, Radio sowie Mikrowelle, Kaffeema- schine, Wasserkocher und Arbeitsflächen in Gemeinschaftsküchen • Desinfektionsspender am Eingangsbereich aufstellen – wenn nicht schon geschehen, im Unternehmen Spender nachrüsten, die per Sen- sor oder mit dem Ellenbogen bedient werden können • Abstand auch in Raucherpausen einhalten – Mitarbeiter darauf hinweisen, dass das enge beieinander Stehen auch in Raucherpausen die Gefahr einer Tröpfcheninfektion birgt. • Taschenfläschchen mit Desinfektionsmittel für außer-Haus-Termine – Personal, das häu- fig außer Haus ist, sollte mit einem Desinfekti- onsmittel ausgestattet werden Hygiene-Tipps im Familienhaushalt Gerade die eigenen vier Wände erfordern neben einer gewissen Ordnung auch ein hohes Maß an Hygiene. Mit diesen Tipps dämmen Sie Keime Zuhause ein: • regelmäßig Lüften – geschlossene Räume be- günstigen die Ansammlung von Keimen in der Luft, in Infektionsfällen ist das Lüften umso wichtiger, damit Viruskonzentrationen in der Luft verdünnt werden können • regelmäßig Putzen – allein dies entfernt schon mehr als 90 Prozent aller Oberflächen-Keime • getrennte Putzlappen für Küche, Bad und Toilette verwenden – beispielsweise Reini- gungslappen nach Farben aufteilen, diese nach Gebrauch bei mindestens 60 Grad waschen • K eimparadiese im Bad besonders reinigen – Keimherde sind meist Wasserhahn, Spülknopf der Toilette, Türklinke, Lichtschalter • Kühlschrank regelmäßig reinigen – sowohl Innenraum als auch Tür bzw. Türgriff sollten häufig gereinigt werden • Schneidebretter regelmäßig entkeimen – sie sollten regelmäßig mit kochendem Was- ser übergossen werden, besonders, wenn sie Schnittkerben aufweisen. • Reinigungsutensilien regelmäßig reinigen – Schwämme, Spüllappen, Spülbürsten, Ge- schirrtücher und Küchenhandtücher am besten alle 1-2 Tage bei 60 Grad in der Spülmaschine reinigen oder in heißem Wasser einweichen Spezial :: Seite 50
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