Lausebande April 2026

5544› ›TAi tketlut heel lme sa Dem Wolf auf der Spur Keine Tier- oder Pflanzenart ist in Deutschland so gut dokumentiert wie der Wolf. Mit Wildtierkameras, Spurensuche, Kotproben, GPS-Tracking durch besenderte Wölfe oder durch die Untersuchung von verstorbenen Tieren werden unsere Wölfe rund um die Uhr erforscht und überwacht. Eine jahrelange Sammlung an Daten und darauf aufbauende wissenschaftliche Arbeiten und Studien zu Fress- und Sozialverhalten, Wanderrouten, Territorien, Genetik und Todesursachen liefern ein so umfangreiches Wissen wie für keine weitere Art. Mit dem LUPUS Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Spreetal sowie mehreren ehrenamtlichen Wolfsbeauftragten leistet die Lausitz dazu einen wichtigen Beitrag. Wolfssichtungen und verletzte/tote Wölfe können hier gemeldet werden: Brandenburg Sachsen Die Jungwölfe bleiben 10 Monate bis 2 Jahre bei ihrer Familie und helfen bei der Aufzucht ihrer jüngeren Geschwister. Danach wandern sie in andere geeignete Territorien ab, um eigene Familien zu gründen. Weiterhin gefährdet Im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts bewerteten Wissenschaftler und Sachverständige die Wolfspopulation in unserem Land. Das Ergebnis ist klar: laut Wissenschaft sind Wölfe in Deutschland auch heute noch eine gefährdete Art. Noch viel Luft nach oben Eigentlich kann unsere deutsche Naturlandschaft laut einer Hochrechnung des Bundesamts für Naturschutz 700 bis 1.400 Wolfsrudeln Heimat bieten. Mit aktuell 262 Rudeln und einer stagnierenden Wolfspopulation sind wir davon weit entfernt. Sozialer, als gedacht Früher glaubte man, in einem Wolfsrudel gäbe es strenge Hierarchien und Rangkämpfe. Heute wissen wir, dass Wölfe in einem harmonischen Familienverband aus Elterntieren und deren Jungwölfen bzw. Welpen leben. Ihr Sozialverhalten ähnelt dem von uns Menschen sehr stark. Schon gewusst? Dreimal spannendes Wolfswissen Fotos: Axel Gomille Fotos: Axel Gomille

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