Lausebande April 2026

Aktuelles ‹ 7 mit Naturräumen: Wälder, Flüsse, Spielplätze, Gärten, Parks, Berge, Seen, …und dies alles zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter. Bereits ab dem ersten Lebensjahr kann/könnte Natur ein fester Bestandteil im Alltag eines (Klein-)Kindes sein. Dazu braucht es eine engagierte Elternschaft oder andere Naturbegleiter*innen. Das Konzept von z. B. Waldkindergärten bietet Kindern eine Möglichkeit, sehr früh einen engen Bezug zur Natur aufbauen zu können. Diese Begegnungen mit der Natur fördern nicht nur die Sinne, sondern auch das ökologische Denken unserer Kinder. Vielleicht haben Eltern bei der Auswahl von Kindergärten ja die Möglichkeit, sich einen Waldkindergarten in der näheren Umgebung anzusehen. Viele Kindergärten greifen den Naturgedanken der Waldkindergärten aber bereits auf und bieten alternativ regelmäßig einen Waldtag in der Woche oder Projekte im Wald an. Weiterhin ist das „Freie Spielen“ in vielen Kindergartenkonzepten ein fester Bestandteil. Hier geht es nicht darum, den Kindern immer nur Dinge vorzugeben, sondern sie spielen zu lassen, um sich selbst und ihre Grenzen auszuprobieren. Das Rumtollen und -toben, Naturerleben auf Wiesen, Felder und Brachland birgt viele neue und spannende Erlebnisse für Kinder. Das Spielen der Kinder sollte durch die Eltern begleitet, aber Kinder nicht in ihrer Fantasie eingeengt werden. In der „Wildnis“ spielen die Kinder anders. Hier bestimmen sie selbst und treten als eigene Akteure auf – mit der Natur als ein faires Gegenüber. Bernd Neumeister schreibt: „Der Wald als Spielraum hält für die Kinder vielfältige Formen, Farben und Phänomene bereit, die zahlreiche Anreize für die Phantasie geben. Die Sinne des Kindes – Sehen, Fühlen, Hören, Riechen und Schmecken – sind im Wald ständig gefordert.“ Die Kinder können sich dort frei bewegen und vielfältige Raumerfahrungen machen. Sie lernen so ihre Möglichkeiten, aber auch die Grenzen ihrer Bewegungsfähigkeiten kennen. Auch bietet der größere Bewegungsraum im Wald gegenüber der Raumbegrenzung im Kindergarten den Vorteil, dass besser Aggressionen abgebaut werden können. Man kann sich besser aus dem Weg gehen und es entstehen weniger Reibungen. Erwachsene sollten Kindern die Möglichkeit geben, eigene (Natur-)Erfahrungen machen zu dürfen. Bestärken SIE Kinder darin, u. a. auf BaumFür Sie vor Ort in Cottbus, Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald Lausitz, Spree-Neiße und allen anderen Landkreisen Netzwerkfamilie werden oder Familien ehrenamtlich begleiten ... netzwerk-gesunde-kinder.de www.kindersicherheit.de stämmen zu balancieren, auf Bäume zu klettern und geben Sie Kindern das Gefühl, dass Sie als Beobachter dabei sind. Lassen Sie sich doch von den Kindern zeigen, was diese sehen. Lassen SIE sich in Staunen versetzen, und berichten SIE über eigene Beobachtung erst, nachdem die Kinder berichtet haben. Kinder sehen andere Dinge, sehen mit anderen Augen, stellen andere Zusammenhänge her, werten ihre Wahrnehmung nach anderen Gesichtspunkten, wenden sich mehr dem Kleinen, dem Detail zu und eröffnen gerade uns Erwachsenen (neue) längst vergessene Blickwinkel (vgl. Ingeborg Becker). Filmtipp: „Das Flüstern der Wälder“ ist ein wunderbarer, generationsübergreifender Naturfilm aus Frankreich, der sehr ansprechend verdeutlicht, wie in Kindern das Interesse bzw. die Liebe zur Natur entfacht werden kann: Lernen am Modell und durch Nachahmung.

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