lausebande-05-2020
Durchschnittlicher Fettsäuregehalt Öl in der Familienküche Auf der Ernährungspyramide stehen Fette und Öle ziemlich weit oben, gleich hinter den Süßigkeiten – wir sollten sie also nur in Maßen genießen. Wer aber das „richtige“ Fett wählt, der tut seinem Kör- per sogar etwas Gutes. Denn die meisten Pflanzen- öle enthalten für den Körper wichtige Fettsäuren. Raffiniert oder kaltgepresst? Für die Herstellung raffinierter Öle kommen Hitze und Chemikalien zum Einsatz, so dass diese Öle ge- schmacksneutral, lange haltbar und hitzebeständig sind. Sie eignen sich gut zum Braten und Frittieren, enthalten aber weniger gesunde Inhaltsstoffe. Kalt gepresstes Öl wird schonender hergestellt, ohne Hit- zezufuhr. So bleibenmehr der gesunden Inhaltsstoffe erhalten. Es schmeckt intensiver und ist nicht so lan- ge haltbar wie raffiniertes Öl. Kaltgepresstes Öl sollte nicht zum Braten oder Frittieren verwendet werden, sondern für Salate, Dressings, Desserts, Dips oder Pesto. Anders als bei kaltgepresstem Öl darf die Saat bei nativem Öl vor dem Pressen nicht geröstet wer- den, nach demPressen wird das Öl nur noch gefiltert. Es schmeckt besonders intensiv und aromatisch und ist ebenfalls nur für die kalte Küche geeignet. Sonnenblume oder Olive? Aufgrund ihrer unterschiedlichen Inhaltsstoffe lohnt es sich, verschiedene Öle zu verwenden. Die Klassiker in der Küche sind Raps-, Oliven- und Sonnenblumenöl. Rapsöl eignet sich durch die Hitzebeständigkeit und Geschmacksneutralität für fast alle Gerichte. Es enthält viel Vitamin E und be- sonders viele der gesunden ungesättigten Fettsäu- ren. Sonnenblumenöl zeichnet sich durch einen hohen Anteil an Vitamin E und Omega-6-Fettsäu- ren aus. Olivenöl enthält vergleichsweise viel ein- fach gesättigte Fettsäure und sekundäre Pflanzen- stoffe. Sein intensives Aroma macht es zum idealen Begleiter von Salat und Co. Wir empfehlen auch mal Öle abseits der Klassiker zu probieren. Wal- nussöl und Leinöl verfeinern mit ihrem nussigen Geschmack Salate oder Quarkspeisen. Sesamöl passt gut zur asiatischen Küche. Welches Öl für Babybrei? Gerade in den ersten Lebensjahren brauchen Kin- der für die Entwicklung von Nervenzellen und Seh- kraft eine ausreichende Zufuhr der Omega-3-Fett- säure DHA – am besten über Seefisch und Öl. Dem selbstgemachten Brei nach dem Kochen auf 100 g Brei 10 g Öl zugeben und bei gekauftem Brei ggf. noch Öl zugeben. Olivenöl eignet sich genauso wie Sonnenblumen- oder Rapsöl – am besten immer mal wechseln. Kalt gepresstes kann ebenso ver- wendet werden wie natives. Spezielles Beikostöl braucht es nicht. Das ist vergleichsweise teuer und hat bei Ökotest schlecht abgeschnitten. Öl richtig lagern Um die wertvollen Nährstoffe zu erhalten, sollte Öl vor Wärme und Licht geschützt werden. Einige Öle sind bereits in dunklen Flaschen abgefüllt. An- sonsten kühl und dunkel lagern, beispielsweise im Kühlschrank. Einige Öle wie Olivenöl trüben dort ein, das tut aber der Qualität keinen Abbruch. Empfehlungen :: Seite 45 Leinöl Olivenöl Rapsöl Sonnenblumenöl Walnussöl Als besonders gesund gelten die mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäure, einfach ungesättigte und Omega-6-Fettsäuren braucht der Kör- per ebenfalls. Gesättigte Fettsäuren, wie sie v.a. in tierischen Produkten vorkommen dienen als Energielieferant. Hiervon nehmen wir in der Regel mehr als empfohlen auf. gesättigt einfach ungesättigt Omega-3 Omega-6
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