lausebande-05-2020
che wenig oder gar nichts zu essen oder aber täglich die Zeitspanne zwischen zwei Mahlzei- ten möglichst auszudehnen: Beispielsweise gibt es Abendessen bereits 17 Uhr und Früh- stück erst wieder 9 Uhr, oder eine der beiden Mahlzeiten wird weggelassen, so dass 16 Stun- den dazwischen liegen, in denen der Körper Zeit hat, Reinigungsprozesse in den Zellen in Gang zu setzen und den Insulinspiegel zu sen- ken. Achtung: Fasten ist für Kinder ungeeignet! • Säure-Basen-Haushalt ausgleichen: Der menschliche Stoffwechsel braucht einen op- timalen pH-Wert, also ein ausgewogenes Ver- hältnis von Säuren und Basen. Einige Bereiche im Körper sind eher sauer wie der Magen, an- dere eher basisch wie der Speichel. Ungleich- gewichte kann der Körper in der Regel gut ausgleichen. Ein unausgeglichener Säure- Basen-Haushalt kann auf Dauer zu Müdigkeit, Verdauungsproblemen, Entzündungen und schlechten Haaren und Nägeln führen. Um ei- ner Übersäuerung vorzubeugen, sollte man auf die Ernährung achten: Sie besteht idealerweise zu 2/3 aus basischen (Obst, Gemüse) und 1/3 aus säuernden Lebensmitteln (Getreideproduk- te, Fisch, Fleisch, Milchprodukte). • Heilpflanzen: Viele Kräuter und Wildpflanzen haben eine heilende oder die Immunabwehr stärkende Wirkung. Ingwer wirkt entzündungs- hemmend und schleimlösend, dazu am besten einen Tee aus frischer Ingwerwurzel zubereiten. Gurgeln mit Grünem Tee kann ebenfalls vor In- fekten schützen. Die enthaltenen Gerbstoffe tö- ten Viren ab. Immunstärkende Tees lassen sich Spezial :: Seite 56 Schlaf ist die beste Medizin, denn er stärkt die Abwehrkräfte. © Designed by Freepik zudem aus Hagebutte, Kamille, Salbei, Echina- cea/ Sonnenhut und Holunder zubereiten. Wer ihn mit etwas Honig süßt, macht sich dessen gesunde Inhaltsstoffe zu nutze. Neben Tee las- sen sich Kräuter auch zu grünen Smoothies und frisch gepresstem Saft verarbeiten. Verfahren der Naturheilkunde im Kurzportrait Um die Körperabwehr zu stärken oder kleinere Infekte zu lindern, bietet die Naturheilkunde eine Vielzahl an Möglichkeiten. Unter die Begriffe Al- ternativmedizin und Naturheilkunde fallen weit mehr als 100 Behandlungsmethoden. Die Diät oder Massage gehört ebenso dazu wie Wadenwickel und Zwiebelsäckchen, aber auch Akupunktur und Homöopathie. Manche können mit wenig Aufwand und ohne Anleitung zu Hause umgesetzt werden, andere sollten unbedingt von einem Heilpraktiker oder Arzt begleitet werden. Den Verfahren der Naturheilkunde ist gemeinsam, dass sie auf aus der Natur kommenden Substan- zen beruhen oder natürliche Prozesse nachahmen. Hier ein Überblick der gängigsten Verfahren: Akupunktur: Bei diesem Heilverfahren der TCM sollen Nadelstiche an bestimmten Punkten des Körpers Heilung und Schmerzlinderung bringen. Die Tradition der Akupunktur geht über 2.000 Jahre zurück. Nach alter chinesischer Vorstellung wird der menschliche Körper von Bahnen der Le- bensenergie, sogenannten Meridianen, durchzo- gen. Ist der Energiefluss, das Qi, des Menschen und damit sein inneres Gleichgewicht gestört, können Nadelstiche an bestimmten Punkten entlang der Meridiane dieses Gleichgewicht wieder herstel- len. Während der Behandlung werden nach einer kurzen Massage der Einstichstelle meist zwischen 10 und 20 Nadeln gesetzt. Nach 10 bis 30 Minuten werden die Nadeln wieder entfernt. Eine Therapie umfasst in der Regel 10 bis 15 Sitzungen. Besonders beliebt ist die Akupunktur bei Kopf-, Schulter- und Knieschmerzen, aber auch bei Heuschnupfen und anderen Allergien. Bei Kindern kann die Akupunk- tur ab etwa acht Jahren eingesetzt werden, dann mit sehr feinen Nadeln. Ayurveda: Dabei handelt es sich nicht um ein Heilverfahren im eigentlichen Sinn. Vielmehr han- delt es sich um eine 3.000 Jahre alte Heilkunst aus
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