Lausebande Mai 2026

Statt schädlicher Insektenhotels sollte ein bienenfreundlicher Garten lieber natürliche Nahrungsquellen, Nist- und Rückzugsmöglichkeiten wie Wildblumen, Totholz oder Steinhaufen bieten. oder gar keinen Pollen und Nektar. Auch bei exotischen Gewächsen ist Vorsicht geboten – einige von ihnen können sich stark ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen, auf die spezialisierte Wildbienen angewiesen sind. Wer pflanzt, sollte deshalb lieber auf heimische Arten setzen, die von Frühling bis Herbst blühen. Mythos Bienenhotel Wer Bienen schützen möchte, setzt gern auf die scheinbar schnellste und unkomplizierteste Lösung – das Bienenhotel. Dass man den Wildbienen damit mehr schadet, als nützt, ist den meisten leider nicht bewusst. Das ungeeignete und schlecht verarbeitete Material der Fertigbauten kann die Bienen verletzen, Krankheiten sowie Parasiten übertragen und deckt mit seinen Nistmöglichkeiten nicht annähernd das Spektrum der vielen unterschiedlichen Wildbienenarten ab. Das wahrhaftige Bienenhotel bleibt ein Naturgarten mit der Mehr Tipps für einen bienenfreundlichen Garten bieten folgende Seiten: Zur Unterseite beim NABU Zur Unterseite beim BUND Instagram Robinga Schnoegelroegel entsprechenden Bepflanzung – ergänzt durch Totholz-, Stein- und Reisighaufen, stehengelassene Stängel, Laub und wilde Ecken. Wer seltener mäht und verblühte Pflanzen nicht sofort abschneidet, schafft zusätzliche Verstecke und Überwinterungsplätze. Eine flache Insektentränke mit Steinen oder Stöckchen bietet in warmen Zeiten zusätzlich Wasser und sichere Landeplätze. Ein Entdeckungsort für Kinder Mit Kindern und Haustieren ist ein bienenfreundlicher Naturgarten sehr gut vereinbar. Wildbienen sind friedlich und ein naturnaher Garten braucht keine komplette Wildnis. Sinnvoll ist eine Aufteilung zwischen robusten Spiel- und Tobeflächen und Blühinseln am Rand, unter Sträuchern oder im Beet. Kinder können zudem in die Errichtung und Pflege des Gartens beim Aussäen von Wildblumen oder dem Anlegen von Totholzhaufen und Insektentränken mit eingebunden werden. Am Ende ist der Naturgarten dann nicht nur ein Rückzugsort für Wildbienen, sondern auch ein Entdeckungsort für Kinder und Familien, in dem Kinder die Natur direkt vor ihrer Haustür erleben und durch eigenes Beobachten viel über unsere heimische Tierwelt lernen können. Foto: dies-irae Foto: Andreas Sartison Foto: Philip Silverman DIE LAUSITZ. WILDE GEGEND. ‹ 55

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