Seite 23 - lausebande-06-2013

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Titelthema :: Seite 23
Vielleicht haben Sie und Ihr Partner (Ihre Partne-
rin) schon einmal gemeinsam einen Tanzkurs in
Sachen Gesellschaftstanz besucht. Es wäre nicht
verwunderlich, wenn Sie dabei festgestellt hätten,
dass die Damen immer mitführen möchten und die
Herren sich irgendwann heillos überfordert zeigen.
Das sollte Sie nicht abschrecken, nicht umsonst sa-
gen viele Tanzlehrer gerne, dass die Damen einfach
die Augen schließen und nichts weiter machen sol-
len, als sich führen lassen. Der Herr dagegen hat
alle Hände voll zu tun: Tanzhaltung aufrecht erhal-
ten (ordentliches Muskeltraining), Schritte merken
(ordentliches Gehirntraining) und die Frau in den
Armen auch noch führen (ordentliches Kommuni-
kationstraining). Das sind nur ein paar Fallstricke.
Sie sehen, wie schwer das Tanzen Erwachsenen
fallen kann. Doch wie heißt es so schön: „Was
Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“
Und da ist in diesem Falle viel Wahres dran. Zumal
es beim Tanzen viel zu lernen gibt.
Wenn Sie sich als Eltern diesen facettenreichen
Anspruch vorstellen, können Sie erahnen, dass die
tänzerische Bewegung einige Anforderungen an
das Gehirn stellt.
Das mit dem Tanzen enorme geistige Leistungen
verbunden sind, bemerkte nicht zuletzt der ame-
rikanische Gehirnforscher Steven Brown. Er über-
prüfte, welche Regionen im Gehirn aktiv werden,
wenn der Körper tanzt. Dazu legte er Probanden in
einen Kernspintomographen. Heraus kam, dass
Kinder wollen sich bewegen und das sol-
len sie auch. In dem sie überall herum-
krabbeln und später laufen, erfahren sie
Unmengen über sich und ihr Umfeld. Sie lernen die
Welt kennen, in der sie leben. Um diesem Bewe-
gungsdrang Rechnung zu tragen, gibt es vielfältige
Möglichkeiten. Eine davon ist der Tanz.
Tanzen fördert das eigene Körpergefühl und ver-
schafft somit eine andere, eine selbstbewusste-
re Art der Bewegung – auf dem Parkett und im
alltäglichen Leben. Wer selbstbewusst durchs
Leben tanzt und geht, der hat automatisch eine
ganz andere Ausstrahlung auf andere Menschen,
kann offener in Situationen gehen. Das sind nur
wenige positive Nebeneffekte des Tanzes und des
Tanzsports. Verschiedene entwicklungs- und neu-
ropsychologische Ursachen und Zusammenhänge
sorgen dafür, dass sich Tanz als intensive Art der
Bewegung derartig auswirken kann.
Tanzen entwickelt das Gehirn
Kinder können sich tänzerisch eigene Räume
schaffen. Sie können sich selbst erleben, körper-
lich ausdrücken und Empfindungen verarbeiten.
Das ist kein Geheimnis, dass sich einzig und allein
der Tanz zuschreiben kann – dabei handelt es sich
um eine Eigenschaft, die vielen Sportarten und
auch der Kunst inne wohnt, sei es Malerei, Poesie
oder Ähnliches.
Redaktion: Coline Erdmann (zwei helden), Foto links: Steffen Schwenk (light-impression.de)
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