Titelthema ‹ 61 Übernachten & Wohnen im Seenland Hier entstehen Wohngebiete und Ferienunterkünfte Im vergangenen Jahr zählte das Lausitzer Seenland fast 800.000 Übernachtungen. Mit dem 5-SeenVerbund und dem weiteren Ausbau touristischer Angebote dürften die Gästezahlen langfristig steigen. Doch auch für Lausitzer Familien wird das Seenland von Jahr zu Jahr attraktiver. Schon bald ist von fast jedem Ort in der Lausitz ein Strand in weniger als 30 Minuten Fahrtzeit zu erreichen, in den meisten Fällen sogar deutlich schneller. Damit ist auch das Thema „Wohnen am Wasser“ relevant geworden. In Großräschen hat die Stadt zwei Wohngebiete in Strandnähe erschlossen. Die Nachfrage nach den Eigenheimgrundstücken war so groß, dass nicht alle Interessenten berücksichtigt werden konnten. Im Wohngebiet Alma wurde ein weiteres Baugrundstück erschlossen, für das man sich bei der Stadt bewerben kann. Ebenfalls nicht weit entfernt vom See errichtet ein privater Investor den Wohnpark Kleine Seestraße mit Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen. In Senftenberg läuft die Erschließung des Wohnbaustandorts Buchwalder Dreieck am Nordufer des Senftenberger Sees. Hier soll Platz für etwa 60 Eigenheime sein. Voraussichtlich ab Sommer kann man sich bewerben. Da die Stadt mit vielen Interessenten rechnet, hat sie einen Kriterienkatalog aufgestellt. Neben Ortsbezug gehört auch die Kinderzahl dazu. Damit haben Familien gute Chancen – je mehr Kinder, desto höher. Am Sedlitzer See will die Stadt ebenfalls Wohnen in „Die Stadt Hoyerswerda hat vor geraumer Zeit mit der Planung des Scheibe-Sees begonnen und jetzt werden erste große Baumaßnahmen sichtbar. Wir wollen uns als kommunales Wohnungsunternehmen an der Entwicklung unseres Haussees ebenfalls aktiv einbringen.“ Steffen Markgraf, Geschäftsführer Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda Wahrzeichen & Touristenmagnet: Der LeuchtTurm in Geierswalde. © Leuchtturm-Gastro GmbH Strandnähe ermöglichen. Dazu gibt es allerding noch keine konkreten Pläne. Das gleiche gilt für den Altdöberner See. In Hoyerswerda wird es ebenfalls Wohnen am Wasser geben. Das macht ein Stadtratsbeschluss von Ende April möglich. Die Wohnungsgesellschaft Hoyerswerda darf am Westufer des ScheibeSees drei Mehrfamilienhäuser mit je acht Mietwohnungen bauen. Geschäftsführer Steffen Markgraf: „Die Menschen hat es seit Jahrhunderten immer ans Wasser gezogen. Wir denken, mit dieser Investition auch den Nerv der Menschen in der heutigen Zeit zu treffen und unseren Gebäudebestand mit modernen Bauweisen weiter aufzuwerten.“ Baubeginn ist voraussichtlich 2028. Am Cottbuser Ostsee sollen ebenfalls Wohnquartiere entstehen. Konkrete Planungen gibt es bisher erst für ein Vorhaben: Die Isahr-Gruppe plant für das Projekt Binnendüne 95 Wohneinheiten, darunter Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Vermarktung dafür läuft bereits. Zusätzlich entstehen weitere Unterkünfte für Touristen: unter anderem am Partwitzer See, auf dem Koschendamm und am Geierswalder See unweit des Leuchtturms – das vielleicht schönste Symbol des erfolgreichen Wandels vom Kohlerevier zum Seenland.
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