lausebande-07-2021
ner: die Spaltenschildkröte. Wie alle Schildkröten hat auch sie einen Panzer. Jedoch ist er flacher und weicher. Selbst bei der Atmung bewegt er sich mit. Eins haben die zwei ungewöhnlichen Bewohner ge- meinsam: sie verstecken sich gern in Felsspalten. Die bieten sowohl den Kurzohrrüsselspringern, als auch den Spaltenschildkröten Schutz vor Fress- feinden und der heißen Sonne Afrikas. Nun müs- sen sich beide Arten nur einig werden, wer welche Nische für sich beanspruchen darf. Ein putziger Stachler macht jetzt die Anlage der Baumstachler im Zoo Hoyerswerda unsi- cher. Vor einem Monat wurde das Jungtier geboren und ist der zweite Baumstachler-Nachwuchs im Zoo überhaupt. Gerade einmal 25 cm lang ist der kleine Stachler und macht seinem Namen schon alle Ehre. Auch wenn er wie ein kleiner Flausche- ball mit Knubbelnase aussieht, ist er ganz schön stachelig, denn die Stacheln hat er schon von Ge- burt an. Seine ersten Klettertouren wagt er bereits in sicherer Nähe zu seinem Baumstamm. Mittler- weile steht auch das Geschlecht des Kleinen fest: Es ist ein Männchen. Einen Namen hat er noch nicht. Die meiste Zeit erkundet der Nachwuchs die Anlage auch schon mal allein, hat aber seinen Lieblings- platz an einem Baumstamm mit Kletterästen direkt in Besuchernähe schon gefunden. Baumstachler werden auch als Ursons oder Neu- weltstachelschweine bezeichnet. Sie stammen aus Nordamerika und sind dort von Alaska und dem Norden Kanadas bis nach Nordmexiko zu finden. Die Art gilt als sehr anpassungsfähig und lebt in Misch-und Nadelwäldern, aber auch in offenem Kulturland und in der Tundra. Die Baumbewoh- ner ernähren sich vorwiegend von Laub, jungen Trieben und Früchten. Im Winter fressen sie auch Baumrinde. Sie gelten als sehr gute Kletterer. Trotz- dem fallen Baumstachler häufig herunter: Etwa 35 Prozent aller Skelette in Museen zeigen geheilte Knochenbrüche. Bei Gefahr stellen die Nager ihr Stachelkleid auf und schlagen mit dem Schwanz. An den mehr als 30.000 Stacheln haben die Tiere winzige Widerhaken, die dafür sorgen, dass die Stacheln in ihren Gegnern hängen bleiben. Bei je- der Bewegung des Feindes bohren sie sich noch tie- fer in den Körper. Kleine Rüssler und flache Panzer Gerade einmal 50 Gramm leicht ist der nun kleins- te Tropenhausbewohner des Zoo Hoyerswerda: ein Kurzohrrüsselspringer. Eine markant lange Nase gab ihm seinen Namen. Dank der kräftigen Hinter- beine kann der Rüsselspringer bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell werden. Zwar ähneln sie Mäu- sen optisch, sind aber tatsächlich näher verwandt an Elefanten und Seekühen. Seit Mitte Mai bewohnt das junge Rüsselspringerpärchen nun schon das Terrarium im Tropenhaus des Zoos. Ganz frisch dazu gekommen ist allerdings ihr neuer Mitbewoh- www.kulturzoo-hy.de Seenland :: Seite 57 Öffnungszeiten täglich von 9 - 18 Uhr Aktuell beachten: Mund-Nasen-Bedeckung in Innenbereichen facebook: Zoo.HY instagram: zoohoyerswerda
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