lausebande-09-2020
Empfehlungen :: Seite 53 So wichtig Arbeit ist, auch das Leben drumherum spielt eine entscheidende Rolle. Was macht es reizvoll, in Sp- remberg zu leben. Und was ist zu tun, damit die Stadt ihren Reiz behält, noch lebenswerter wird? „Das weiß doch keiner besser als die Sprembergerinnen und Sp- remberger selbst“, betont die Stadtchefin. Elf Einladungen zu Bürgerversammlungen sprach sie aus. Elfmal wurde zwischen Ende Juli und Anfang Sep- tember engagiert diskutiert. Von der Kita-Sanierung über den Bau eines Gewerbehofes bis hin zur Umnut- zung des Bahnhofsgebäudes zu einemmedizinischen Versorgungszentrum standen konkrete Maßnahmen im Mittelpunkt. Vorhaben der Stadtverwaltung wur- den bewertet und um eigene Vorschläge ergänzt. Die Resonanz war überwältigend, qualitativ und quan- titativ. In Ortsteilenmit 110 Einwohnern kamen fast 30 Menschen. Insgesamt beteiligten sichmehrere Hundert an der Gesprächsreihe. Fast immer ging es um Erhalt und Pflege des natürlichen Umfeldes, umRadwege und umdie Gemeinschaft, die ganz simpel Räume zumZu- sammenkommen braucht. Diemehrheitlichen Empfehlungen der Bürger wird die Bürgermeisterin in die Stadtverordnetenversammlung tragen. Das tut sie mit Nachdruck. Spremberg erlebe „einen Sommer der Beteiligung“, ti- telte die Zeitung. Christine Herntier nimmt das gerne auf: „Ganz sicher wird es nicht bei diesem einen Som- mer bleiben.“ Die Familien-Willkommen-Stadt In Spremberg sind nicht nur Familienmenschen derzeit sehr gefragt! „Lasst uns das Beste daraus machen.“ Chris- tine Herntier, Bürgermeisterin von Sprem- berg, ist unermüdlich, wenn es um den Koh- leausstieg und die Entwicklung der Stadt im Herzen der Lausitz geht. Wichtig dabei ist ihr das „uns“: „Ge- lingen kann es nur, wenn alle an einemStrang ziehen.“ Damit das keine leere Floskel bleibt, hat die Sprember- ger Bürgermeisterin einen außergewöhnlichen Prozess angestoßen. Begleitet von Beteiligungsprofis ist sie zu den Menschen in allen Teilen der Stadt gefahren und hat in Bürgerversammlungen zum Gespräch eingela- den. „Alle reden über uns, reden wir mit“, stand über der Einladung. Das Thema Strukturentwicklung ist groß. Die Heraus- forderungen sind zahlreich: Wie bleibt die Stadt attrak- tiv, wenn der wichtigste Industriezweig verloren geht? WelcheWeichenmüssen gestellt werden, damit junge Leute bleiben, damit Familien gern hier leben, damit vielleicht sogar Menschen aus nahen Metropolen sa- gen, die Perle der Lausitz, das wäre was für uns. Und natürlich die Frage: Wie kommen wir überhaupt zu neuen Jobs? Auf all diese Fragen braucht es Antworten. Manchemüssen Fachleute geben. So sindWirtschafts- förderer, Unternehmensentwickler und kluge Struktur- politiker gefragt, wenn es um innovative industrielle Er- satzarbeitsplätze geht. „Neue Arbeitsplätze sind das A und O“, weiß auch die Bürgermeisterin und versprüht Zuversicht. Für Ansiedlungen hat Spremberg den In- dustriepark Schwarze Pumpe. UmPlatz für neue Chan- cen zu schaffen, wird dieser um 220 Hektar erweitert. www.stadt-spremberg.de Familienfreundlichkeit wird in Spremberg auch beim jährlichen Baby-Empfang groß geschrieben. Fotos: Stadt Spremberg
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