lausebande-09-2021

Welche Probleme bewegen nach Ihrer Meinung Lausitzer Familien? Zuerst geht es um die Kinder: einen Kita-Platz mit guter Betreuung und den zum Leben passenden Betreuungszeiten, modern ausgestattete Schulen mit ausreichend Personal und wohnortnahe Freizeitmöglichkeiten. Und dann geht es natürlich um sichere Jobs mit guter Bezahlung und familienfreundlichen Arbeitsbedingungen, der Nahverkehr muss stimmen und Wohnen sollte bezahlbar sein. All dies wird von der Politik entscheidend beeinflusst und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten. Was werden Sie für Familien, was für die Lausitz tun, wenn Sie regieren dürfen? Ich werde meine Kraft dafür einsetzen, die Wirtschaft der Zukunft hier in der Lausitz mitzugestalten. Wir müssen dafür sorgen, dass neue, gut bezahlte Jobs entstehen. Und vom hart verdienten Geld muss am Ende auch genug im Portemonnaie landen. Meine Partei will Familien mit einem jährlichen gemeinsamen Einkommen (Brutto) bis zu 162.000 Euro entlasten und dafür sorgen, dass diejenigen, die mehr haben, auch mehr an die Allgemeinheit abdrücken. Worin unterscheidet sich die Familienpolitik Ihrer Partei von der der anderen? Es gibt einen einfachen, aber wichtigen Unterschied: im linken Fokus steht der Mensch immer vor dem Profit. Alle Vorhaben sind an diesem Grundsatz ausgerichtet. Der Geldbeutel darf nicht darüber entscheiden, ob ein Kind gute Bildungschancen oder seine Mutter die bestmögliche Versorgung bekommt, wenn sie krank ist. In der Coronavirus-Pandemie litten vor allem die Gleichstellung von Frauen und das Wohl der Kinder – wie wollen Sie entstandene Defizite ausgleichen? Bei den Kindern kommt es jetzt darauf an, ohne Leistungsdruck die Lücken zu schließen, die durch den Distanzunterricht entstanden sind. Und wir müssen dafür sorgen, dass die Schulen offenbleiben. Es ist mir ein Rätsel, warum die anderen Parteien sich bis heute weigern, alle Schulen mit Luftfiltern auszustatten. Frauen sind oft in Jobs tätig, die in der Krise besonders belastet waren und die gleichzeitig nicht gut bezahlt werden. Es braucht bessere Löhne in Branchen wie der Pflege, im Einzelhandel und bei Dienstleistungen. Eine Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro wäre da ein richtiger Schritt. Was werden Sie am Bildungssystem für unsere Kinder verändern? Ich kämpfe für ein Bildungssystem in diesem reichen Land, das von der Kita bis zum Studium gebühren- und barrierefrei ist und wo genügend Personal und eine gute technische Ausstattung vorhanden ist. Bundeseinheitliche Standards in der Bildungslandschaft sind längs überfällig. Welche drei konkreten Veränderungen in der Familienpolitik wird es mit Ihrer Partei auf jeden Fall geben? • Einführung einer Kindergrundsicherung und • Erhöhung des Kindergeldes • einen besonderen Kündigungsschutz für Eltern mit kleinen Kindern Wie steht es um Ihre persönliche Nähe zum Thema, sind Sie ein „Familienmensch“? Oh ja, ich bin ein stolzer Opa und verbringe meine Freizeit am liebsten mit meinen Enkeltöchtern. CHRISTIAN GÖRKE 59, geschieden, 2 Kinder & 2 Enkelinnen Lehrer für Sport und Geschichte Landtagsabgeordneter Brandenburg 48 › Bundestagswahl 2021

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