lausebande-10-2021
Umgeben von einem Landschaftspark er- hebt sich der imposante Bau des Krobnitzer Schlosses. Das um die Mitte des 18. Jahrhunderts von der Familie v. Üchtritz erbaute barocke Her- renhaus erlebte nach 1873 einen markanten Um- bau: Albrecht Graf von Roon, preußischer Kriegs- minister unter Wilhelm I., erwarb den Gutshof als Altersruhesitz und gestaltete das Gebäude im neo- klassizistischen Stil um, erweiterte den Park und legte eine Familiengruft an. Sein Sohn Waldemar Schloss Krobnitz Für alle, die das Besondere suchen ließ auf der Gruft eine neogotische Kapelle errich- ten, die jedoch 1980 dem Abbruch zum Opfer fiel. Nach 1945 hielten Wohnungen in der einstigen Raumstruktur Einzug, die Flüchtlingen und Ver- triebenen Obdach boten. Im Jahr 2002 begann die Stadt Reichenbach schließlich mit der Sanierung der Gesamtanlage. Seit Abschluss der Sanierungs- arbeiten im Jahr 2005 lockt das wiederhergestellte Ensemble von Schloss, Gut und Park alljährlich tausende Interessierte nach Krobnitz zu wechseln- den Ausstellungen, Vorträgen und Veranstaltun- gen. Der aufwändig rekonstruierte Landsitz emp- fiehlt sich für alle, die das Besondere suchen. Familientipp: Ungewöhnliche Ausstellung: Im Schloss Krobnitz tanzen die Sonnenstrahlen auf dem Parkett. Besucher können in der neuen Aus- stellung „Begegnung mit der Leere“ (bis März 2022) erleben, wie ein imposantes Schloss ganz ohne Einrichtungsgegenstände wirkt. Schloss Krobitz Am Friedenstal 5 02894 Reichenbach/O.L. OT Krobnitz Tel.: 035828 88700 E-Mail: k.haupt@museumsverbund-ol.de www.museum-oberlausitz.de Foto:ArtjomBelan Foto:ArtjomBelan
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