lausebande-10-2021

Titelthema ‹ 63 Vermutlich haben die meisten Kinder in den zurückliegenden anderthalb Jahren so viel Zeit in ihrem Kinderzimmer verbracht wie nie zuvor. Durch Kita- und Schulschließungen, geschlossene Freizeitparks, Schwimmbäder und Kinos und auf- grund von Quarantäne wurden die eigenen vier Wände zum nicht immer ganz freiwilligen Rück- zugsort, zum überdachten Spielplatz, zum Lernort, zu jenem Ort, wo Bruder oder Schwester plötzlich zumwichtigsten Spielpartner wurden. Doch auch unabhängig von Pandemien ver- bringen Kinder ab einem gewissen Alter ziemlich viel Zeit in ihrem eigenen Reich. Grund genug für uns, das Thema etwas intensiver zu beleuchten. Auf den kommenden Seiten geben wir Tipps rund um die Einrichtung des Kinderzimmers und für den Alltag: Wie sieht der ideale Schreibtisch aus, wie viel Spielzeug braucht das Kind, wie halten wir Ordnung? Wir schauen, ab wann ein Kind wirklich ein ei- genes Zimmer braucht, auf welche Aspekte die Familie beim Kauf der Einrichtung Wert legen sollte und geben ein paar praktische Tipps, wo man gute und hochwertige Möbel bekommt. Vom Babyzimmer bis zum Jugendzimmer Kinderzimmer durchlaufen von der Geburt bis zum Flüggewerden eines Kindes bis zu fünf Phasen. In denen haben die Kinder ganz unter- schiedliche Ansprüche und Vorlieben, die es mit den Vorstellungen der Eltern zu vereinen gilt. Damit nicht alle vier bis fünf Jahre komplett neu renoviert und eingerichtet werdenmuss, sind mo- dulare, mitwachsende Möbel und neutrale Farben hilfreich. Wenn die Familie umzieht oder ein Ge- schwisterkind ein- oder auszieht, kann das eben- falls für Veränderungen genutzt werden. Phase 1: Babyzimmer Eines vorneweg: Im Baby- und auch noch im Kleinkindalter können Eltern guten Gewissens auf ein Kinderzimmer verzichten. Gerade wer als Paar zunächst noch eine kleine Wohnung be- wohnt, kann das Babybett und eventuell die Wi- ckelkommode zunächst ins Schlafzimmer der Eltern stellen. Babys können ein eigenes Zimmer haben, aber sie brauchen es nicht. In der Regel halten sie sich die meiste Zeit ohnehin in der Nähe der Eltern auf, also wahlweise in Schlafzimmer, Küche oder Wohnstube. Hinzukommt, dass Kin- derärzte empfehlen, das Babybett in den ersten Lebensmonaten neben das Elternbett zu stellen. Das verringert das Risiko für den plötzlichen Kindstod und erleichtert das nächtliche Stillen bzw. Milchgeben. Unabhängig von der elterlichen Entscheidung, ob das Baby bereits ein eigenes Zimmer bekommt oder nicht, braucht es eine ge- wisse Grundausstattung. Dazu gehört neben dem Gitterbett auch Stauraum für Kleidung und Spiel- zeug und eventuell eine Wickelkommode. Phase 2: Kleinkindzimmer Auch für die Kleinkindphase bis etwa drei, vier Jahre gilt: Die Kinder suchen in diesemAlter noch die Nähe von Mama und Papa und brauchen nicht zwingend ein eigenes Zimmer. Wer selbst Kinder hat und abends fluchend über herumliegende Bausteine und Autos auf dem Wohnzimmertep- pich stolpert, kennt das. Wenn das Kind in diesem Alter ohnehin noch im Schlafzimmer der Eltern schläft, dann reicht ein Fach im elterlichen Klei- derschrank und Stauraum für Spielzeug und eine Spielecke im Wohnzimmer. Wer gern das Kin- derzimmer einrichten möchte, sollte neben dem Bett einen Kleiderschrank kaufen, Schränke und Regale für Spielzeug und eventuell einen Spiel- Ein Königreich für mein Kind Der Ratgeber rund ums Kinderzimmer Selbst gemalte Bilder aufzuhängen, würdigt die Kunstwerke der Kleinen. Sie sind ein toller Wandschmuck.

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