lausebande-10-2021

Erwachsenenkram noch langweilig ist. Zwi- schen beiden Extremen gilt es, einen Spagat bei der Raumgestaltung und Ausstattung hin- zubekommen. Der erste Schritt dorthin ist ein gründliches Ausmisten und Neuorganisieren des Zimmers. Spielbereiche können durch Chill- bereiche ersetzt werden. Ein Sofa oder Sitzsäcke schaffen den Rückzugsraum, den der Teenie nach Schultag und Hausaufgaben benötigt. Dazu ge- hört auch ein Couch- oder Beistelltisch zum Ab- legen des Handys oder Abstellen der Getränke. Ein flauschiger Teppich auf dem Boden des Chillbereiches grenzt das Areal optisch ab. Mit Glaswänden oder Podesten kann das Zimmer in unterschiedliche Zonen eingeteilt werden, z.B. in Schlaf-, Arbeits- und Wohnzonen. In der Mitte des Raumes sollte wenn möglich etwas Freiraum für spontane Tanzeinlagen oder PC-Reparaturen zur Verfügung stehen. Bei der Wandfarbe kommt es nun mehr denn je auf eine dezente Wahl an, die weder zu kindlich, noch zu erwachsen wirkt. Pastellige Töne oder Kombinationen aus zwei un- aufgeregten Farben (z.B. Grau-Grün) kommen in der Regel gut an. Die Farbwahl sollte unbedingt mit dem Bewohner abgesprochen werden. Eine ungewöhnliche, aber spaßige Art der Wandge- staltung sind Graffitis – hierbei aber lieber auf Wandtattoos zurückgreifen, falls das Kind nicht künstlerisch begabt ist. Noch interessanter sind sogenannte Fototapeten, die einen 3D-Effekt er- zeugen. Sie sind zwar etwas kostspieliger, sehen aber cool aus und lassen sich leicht entfernen oder überstreichen, wenn das Motiv nicht mehr gefällt. Schränke und Regale müssen nicht un- bedingt neu gekauft werden, sondern können mit Klebefolie oder Spiegeln umgestaltet werden. Aus dem Bett wird mit Vorhängen oder Gardinen im Handumdrehen ein Himmelbett. Dafür ambesten die selben Stoffe verwenden wie am Fenster – so entsteht ein harmonisches Gesamtbild. Ein PC oder Laptop steht ohnehin in fast jedem Jugend- zimmer. Ein zusätzlicher Beamer kann das Bild von TV, Spielekonsole oder PC an eine freie Wand projizieren. Wird gerade kein Medium genutzt, kann alternativ ein stilvolles Großbild an die Wand gebeamt werden. Nachhaltigkeit imKinderzimmer Nachhaltigkeit spielt in immer mehr Bereichen unserer Gesellschaft eine zunehmend wichtige Rolle. Politik und Wirtschaft bemühen sich, eine enkeltaugliche Welt zu hinterlassen. Auch Fami- lien können mit ihrem Lebensstil dazu beitragen. 66 › Titelthema Im Folgenden geben wir Tipps, wie schon das Kin- derzimmer nachhaltig und trotzdem schick ein- gerichtet werden kann. Mitwachsende Möbel Wenn sich das erste Kind ankündigt, gehört der Besuch des Möbelhauses für die werdenden El- tern zum angenehmen Pflichtprogramm: Git- terbett, Wickeltisch, Kleiderschrank. Vor ihrem inneren Auge entsteht bereits das Babyzimmer. Leider denken die wenigsten Eltern in dem Mo- ment daran, dass so ein Kind schnell größer wird und dann neue Möbel braucht. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit und die langfristigen Kosten ist es daher sinnvoll, schon beim ersten Möbelkauf fürs Kind auf mitwachsende Modelle zu achten. Die Klassiker für Möbel, die gut mitwachsen und so die Kinder über mehrere Jahre begleiten können, sind Betten, Schreibtische und Hochstühle. Wenn Eltern gleich beim Kauf des Gitterbettes auf ein mitwachsendes Modell gesetzt haben, verlängert sich die Lebenszeit des Bettes bis in die Grundschulzeit. Mithilfe von ein paar Hand- griffen lässt sich das Gitterbett dann nämlich in ein Juniorbett umbauen, das aussieht wie ein nor- males Bett imMiniaturformat oder wie ein Kojen- bett, das an einer Seite komplett offen ist. Einige Bei Schreibtischen gibt es ebenfalls mitwachsende Modelle – dieser in Deutschland hergestellte „growing table“ lässt sich dank Schraubsystem an den Tischbeinen in vier Höhen einstellen. © pure position via www.afilii.com .

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