Sicher mit dem Rad unterwegs

Datum: Mittwoch, 29. Juni 2011 08:17

Den großen Fahrrad-Check nicht vergessen

Pünktlich zum Frühjahr beginnt die Fahrrad - Saison. Bevor es auf Tour geht, sollten Radfahrer viele wichtige Dinge beachten: Überprüfen Sie vor allem, ob Ihr Fahrrad noch zuverlässig funktioniert und die gesetzlich vorgeschriebene Ausrüstung besitzt. Vergessen Sie nicht, die Fahrräder Ihrer Kinder zu überprüfen! Auch hier ist eine Mindestausstattung für jedes Fahrrad dauerhaft vorgeschrieben (Eine Ausnahme bilden lediglich Kinderfahrräder, die nach § 24 StVO als Spielgeräte gelten und nicht auf der Straße verwendet werden dürfen). Beim Kauf sollten Sie zudem auf folgende Punkte achten:
Leichtgängige Scheiben- oder Handbremsen mit Fein- und Schnelleinstellmechanik
Daumenschalthebel oder Drehgriff-Schalthebel (am Lenker)
Halogen-Scheinwerfer oder LED-Leuchten und geschützt verlegte Lichtkabel
Leistungsstarker, leichtgängiger und witterungsunabhängiger Dynamo
Sichere Schraubverbindungen
Ein Standlicht für den Scheinwerfer ist erlaubt
Zusätzliche Einrichtungen für bessere Sichtbarkeit: Leuchtstreifen an den Reifen, eine auch im Stand, z. B. beim Halten an der Ampel, wirkende, batteriebetriebene Lichtanlage für Scheinwerfer und/oder Rücklicht

Kinder als Radfahrer
Ein Schwerpunkt der ADAC-Verkehrssicherheitsmaßnahmen ist die Sicherheit der Kinder. Kinder sind bei den komplexen Situationen des Straßenverkehrs schnell überfordert. Schon aufgrund ihrer geringen Körpergröße fehlt ihnen vielfach der nötige Überblick und sie werden leicht übersehen. Erwachsene sollten ruhig einmal in die Hocke gehen und den Verkehr aus Sicht der Kinder erleben. Kinder sehen und hören auch anders. Ihr Gesichtsfeld ist deutlich eingeschränkt, was dazu führt, dass sie seitlich nahende Gefahren nicht wie Erwachsene erkennen können. Geräusche und deren Richtung können noch nicht sicher unterschieden bzw. erkannt werden. Für das Reagieren in einer nicht sehr schwierigen Situation benötigen sie die 2,5 bis 3-fache Zeit eines Erwachsenen. Viele Gefahren werden durch die starke Ablenkbarkeit und Spontanität der Kinder heraufbeschworen. Zusätzlich sind sie noch sehr ich-bezogen. Sie denken, wenn ich das Auto sehe, dann sieht es auch mich. Kein Wunder, wenn die Kinder aufgrund dieser Verhaltensweisen für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar sind. Obwohl es kein Mindestalter für das Radfahren gibt, sollten Kinder mit diesem so spät wie möglich am Straßenverkehr teilnehmen: Erst dann, wenn ihre geistige und körperliche Entwicklung es erlaubt, mehrere Handlungen gleichzeitig zuverrichten, auf mehrere Dinge gleichzeitig zu achten. Kinder zwischen 6 - 10 Jahren sollten noch nicht mit dem Fahrrad in die Schule fahren. Werden sie mit unvorhergesehenen, ungeübten Situationen und Aufgaben konfrontiert, zeigen sich bei Kindern im Grundschulalter sehr schnell Überforderungen. Auch komplexere Fahrmanöver wie zum Beispiel das Linksabbiegen bereiten noch Probleme.

Die Broschüre „Sicher mit dem Fahrrad“ vom ADAC richtet sich an Kinder ab 10 Jahre. Im Internet gibt es ebenso zahlreiche Angebote zur weiteren Information, hier eine gute Auswahl:

vsbb-verkehrssicherheit.de
medienwerkstatt-online.de

deutsche-verkehrswacht.de

www.rad-reise-service.de