Lausebande Mai 2026

58 › Titelthema Gründe für vegane Ernährung Umweltschutz: Von pupsenden Kühen, deren Methan-Ausstoß schlecht für das Klima ist, haben vermutlich die meisten schon gehört. Tatsächlich verursacht die Tierhaltung (auch international) jede Menge klimaschädliches CO2. Laut Umweltbundesamt sind zwei Drittel der Emissionen der Landwirtschaft in Deutschland auf die Tierhaltung zurückzuführen. Das dabei entstehende CO2 (35,5 Mio. Tonnen pro Jahr) entspricht gut fünf Prozent der jährlichen Treibhausgasemission Deutschlands. Dazu kommen negative Folgen durch Gülle und Düngung der Futtermittel. In Regionen mit Massentierhaltung werden die Grenzwerte für Nitrat, Ammoniak und Phosphat im Grundwasser regelmäßig überschritten. Immer wieder müssen Wälder für den Anbau von Futtermitteln weichen. So wurde in Brasilien über viele Jahre artenreicher Regelwald gerodet, um dort Weideflächen für Rinder und für Sojafelder zu schaffen. Die EU gehört zu den wichtigsten Abnehmern brasilianischen Sojas: 2024 gingen über 16 Millionen Tonnen in den europäischen Markt, vor allem als Tierfutter. Deutschland importierte mehr als 1,8 Millionen Tonnen. Dazu kommt: Flächen, auf denen Futtermittel für die Tierhaltung angebaut werden, fehlen für andere Nutzungen wie den Anbau von Getreide, Obst und Gemüse, aber auch für Wälder oder Heideflächen, was indirekt die biologische Vielfalt beeinträchtigt. In Deutschland werden knapp 40 Prozent, weltweit rund ein Drittel des Ackerlandes für die Futtermittelproduktion verwendet. Tierwohl: Wie ambivalent unser Verhältnis zu Tieren ist, zeigte sich beispielhaft, als sich ein Buckelwal Ende März in die Ostsee verirrt hat. Empathie und Berichterstattung waren riesig. Er bekam einen Namen und Millionen wurden in Rettungsversuche gesteckt. Dagegen scheint das Leid, das Tag für Tag millionenfach in Ställen und Schlachtbetrieben passiert, kaum Jemanden zu interessieren. Jedes Jahr werden allein in Deutschland etwa 800 Millionen Landlebewesen getötet, hinzu kommen unzählige Fische, Garnelen, Krebse, Muscheln. Die Aufzucht von Tieren passiert fast ausschließlich unter für die Tiere katastrophalen Bedingungen der Massentierhaltung. Bullen wird mit einer Nasenringzange ein Ring durch die empfindliche Nasenscheidewand gezogen. Gänsen und Enten werden Füllschläuche in den Hals gesteckt, über die sie zwangsgefüttert werden, um eine unnormal große Stopfleber zu erhalten. Milchkühen werden beständig ihre Kälber entzogen, damit sie uns Milch liefern. Viele Tiere leben auf engstem Raum und sehen nie in ihrem Leben die Sonne. Gesundheit: Ein hoher Fleischkonsum, besonders von rotem Fleisch von Schwein, Rind, Wild und Lamm, fördert laut Studien das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Darm-, Magen- und Prostatakrebs, aber auch für Diabetes Typ 2 und Demenz. Die im Fleisch enthaltenen gesättigten Fettsäuren und das Cholesterin erhöhen die Cholesterinkonzentration im Blut und können zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfällen beitragen. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation hat verarbeitetes Fleisch bereits im Jahr 2015 als krebserregend eingestuft und damit auf eine Stufe mit Rauchen gestellt. Als verarbeitetes Fleisch gelten zum Beispiel Wurst, Vegan lebende Prominente Film: Johnny Depp, Jared Leto, Demi Moore, Joaquin Phoenix , Brad Pitt, Natalie Portman, Ben Stiller Musik: Bryan Adams, Thomas D, Billie Eilish, Ariana Grande, Alanis Morissette, Nena, Kerstin Ott, Katy Perry Sport: Lewis Hamilton, Ralf Moeller Politik: Bill Clinton, Al Gore Für den Anbau von Futtersoja wurden riesige Flächen Regenwald abgeholzt. Foto: istock.com, Paralaxis

RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxMjA2