Auf ins Nimmerland!

Datum: Dienstag, 28. Februar 2017 09:48


Großes Spezial zu Feriencamps, Klassenfahrten und Co.

Auf den folgenden Seiten geben wir Eltern im nunmehr vierten Spezial wieder viele Antworten auf die Frage „Was macht mein Kind in den Ferien?“. Zudem erhalten auch Erzieher und Pädagogen viele Anregungen für spannende Klassenfahrten und Schulausflüge. Für die Ferienzeit oder Wochenenden bei gutem Wetter finden sich aber auch tolle Angebote für einen Kurzurlaub oder einen Tagesausflug mit der Familie. Es ist erstaunlich, wie viele tolle Angebote es für betreute Ferienreisen inzwischen gibt. Reitcamps, Fußballcamps, Sprachcamps mit vielfältigen Themenschwerpunkten – was Eltern sonst mühselig recherchieren müssen, finden sie hier auf einen Blick. Übrigens lohnt es wirklich, sich bereits jetzt zu informieren, da viele Angebote begrenzt und bereits im Frühjahr ausgebucht sind.


Checkliste für Kinder- und Jugendreisen

Einen geeigneten Reiseveranstalter für die Kinder zu finden, ist nicht einfach. Das BundesForum Kinder- und Jugendreisen e.V. hat sich zu diesem Thema Gedanken gemacht und folgende Punkte erarbeitet, um Eltern die Auswahl zu erleichtern:

Darstellung des Angebotes: Ist das Angebot aussagekräftig und übersichtlich? Sind alle Nebenkosten aufgezählt?
Erreichbarkeit: Gibt es eine Beratungs- und Informationshotline während der Reisezeit? Ist E-Mail-Kontakt möglich? Gibt es feste Zeiten, an denen ich immer jemanden erreichen kann?
Buchung: Wie groß ist der Aufwand zum Buchen? Erhalten Sie eine sofortige Bestätigung?
Informationsmaterial: Wird Ihnen nach der Buchung eine weitere Beratung angeboten? Entspricht die Reise den Erwartungen Ihres Kindes?
Anreise und Beförderung: Gibt es einen Mitarbeiter, der die Anreise betreut? Wie erfolgt der Transport?
Unterkunft: Wie groß sind die Mehrbettzimmer? Sind Räume zum Zurückziehen vorhanden?
Verpflegung: Können Wünsche bei den Mahlzeiten berücksichtigt werden? Gibt es eine Ausweichmöglichkeit für Allergiker?
Betreuung: Haben die Betreuer genügend Erfahrungen und eine Ausbildung? Sind die Betreuer für das Thema sexuelle Gewalt und Ausbeutung sensibilisiert worden?
Taschengeld und Wertsachenverwahrung: Können Wertgegenstände sicher verwahrt werden? Gibt es Möglichkeiten der Taschengeldverwahrung?
Programm: Gibt es ein Programm? Gibt es Möglichkeiten, das Programm mit zu bestimmen?
Abreise: Wie gestaltet der Veranstalter die Abreise?
Nacharbeit: Werden Treffen organisiert, um die Reise zu besprechen?


10 Tipps gegen Heimweh
Der Urlaub ohne die eigenen Eltern hat neben Spaß und Abenteuer oft auch eine unerwünschte Nebenwirkung: Heimweh. Das Unwohlsein in fremder Umgebung befällt besonders häufig Kinder. Wichtig ist vor allem, dass Kinder freiwillig und mit Vorfreude eine Reise beginnen. Wenn das nicht ganz freiwillig passiert, wird oft die nicht angebotene Alternative als attraktiver angesehen. Was man nicht haben kann, ist also reizvoller – in diesem Falle das Zuhausesein. Aber auch Kindern mit viel Vorfreude kann Heimweh widerfahren, manchmal wird es durch Belastungen wie Müdigkeit, Überreizung oder einen Streit unter Kindern verstärkt. Mit einigen kleinen Tricks können Eltern das Heimweh-Risiko bei ihrem Kind ganz leicht senken.

  1. Eltern sollten Kinder rechtzeitig in die Reisepläne einbeziehen und sich gemeinsam mit dem Reiseziel und den vielen schönen Details vertraut machen.
  2. Bei den ersten Kinderferien sollten Kinder nicht zu weit verreisen. Eltern müssen im Ernstfall noch zur Stelle sein.
  3. Heimwehgefährdete Kinder können Familienfotos oder eine CD bzw. MP3 mit vertrauten Geräuschen von Zuhause mitnehmen, solche Heimat-Schnipsel können über das Heimweh hinweghelfen.
  4. Bevor das Kind das erste Mal allein verreist, sollte es zur Probe mal bei den Großeltern oder einem Freund übernachten.
  5. Die erste Übernachtung im Schlafsack will vorher getestet sein.
  6. Kurz vor der Abreise mit dem Kind sprechen und ihm Mut machen, sich jederzeit an die Betreuer zu wenden oder daheim anzurufen. Auf keinen Fall sollten Eltern dem Kind schon vor der Abreise anbieten, es zurückzuholen.
  7. Den Moment des Abschieds ohne Tränen und mit viel Vorfreude gestalten. Ja, auch Mütter sollten sich am Zug für ihr Kind freuen.
  8. Eltern sollten nicht täglich anrufen oder gar das Kind im Ferienlager besuchen. Das macht ein eventuelles Heimweh nur noch schlimmer.
  9. Briefe oder Postkarten an die Eltern helfen Kindern oft über das Heimweh hinweg und sind eine schöne Erinnerung.
  10. Wenn das Kind in der Ferne Heimweh hat, sollten Eltern erreichbar sein, sich am Telefon viel Zeit nehmen, offen und ohne Vorwürfe mit ihm sprechen und es nicht zum Bleiben drängen. Meist lindert ein verständnisvolles Gespräch mit den ihn vertrauten Menschen das Heimweh für Kinder.


Im Extremfall sollten Eltern ihr Kind abholen. Wichtig ist auch dabei: Keine Vorwürfe machen, nicht die negativen, sondern die positiven Seiten der Reise besprechen und Mut für das nächste Jahr zureden.