Frauen zunächst weniger Schmerzen haben. Aber die Risiken sind enorm. Schätzungsweise jede fünfte Frau ist nach einem Kaiserschnitt von der Caesarean Scar Disorder betroffen. Hilfe erfolgt meist spät, da sie bisher wenig bekannt ist. Immerhin: Nach erfolgter Diagnose lassen sich offenen Stellen operativ schließen. Gut zu wissen: Sowohl bei der vaginalen Geburt als auch beim geplanten Kaiserschnitt kann der Partner oder eine andere Begleitperson dabei sein. Das ermöglichen fast alle Kliniken. Einzig beim Notkaiserschnitt unter Vollnarkose ist das nicht möglich. Auch das Stillen des Babys ist nach beiden Geburtsformen möglich. Frauen lassen sich hier am besten von einer Hebamme unterstützen, um den Stillstart zu erleichtern. Wann ist ein Kaiserschnitt notwendig? In manchen Situationen gibt es kaum eine Alternative zum Kaiserschnitt. Dazu gehören eine vollständige Plazenta praevia, bei welcher der Mutterkuchen den Geburtskanal verschließt, schwere vorzeitige Plazentalösungen, ein Nabelschnurvorfall oder eine akute Gefährdung des Kindes durch einen ausgeprägten Sauerstoffmangel. Weitere Gründe können schwere Erkrankungen der Mutter, ausgeprägte Präeklampsie, oder Mehrlingsschwangerschaften sein. Nicht jede Beckenendlage erfordert dagegen automatisch einen Kaiserschnitt. Ob eine vaginale Geburt möglich ist, hängt von verschiedenen Faktoren sowie der Erfahrung der Geburtsklinik ab. Die Statistiken zeigen aber auch: nur etwa zehn Prozent der Geburten per Kaiserschnitt waren medizinisch zwingend erforderlich. Gründe für einen sofortigen Notkaiserschnitt: • vorzeitige Lösung des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand; dabei treten meist starke Blutungen auf Titelthema ‹ 81 • wenn die Nabelschnur voraus rutscht und zwischen Kind und Geburtskanal eingeklemmt ist (Nabelschnurvorfall) • Gebärmutterriss • wenn die Herztöne des Kindes langsamer werden und die Versorgung des Kindes mit Sauerstoff gefährdet ist Zwingende Gründe für einen (geplanten) Kaiserschnitt • wenn die Lage des Kindes eine Geburt unmöglich macht • wenn der Mutterkuchen vor dem Gebärmutterausgang liegt und den Geburtskanal versperrt • wenn bei einem vorangegangenen Kaiserschnitt ein Längsschnitt in der Gebärmutter notwendig war und dadurch das Risiko für ein Reißen der Gebärmutter besteht • Geburtsstillstand, der anders nicht behoben werden kann • Bluthochdruck und Krämpfe der Mutter Nicht zwingende Gründe für einen Kaiserschnitt • wenn vorher schon einmal ein Kaiserschnitt erfolgt ist • wenn die Lage des Kindes eine Geburt erschweren könnte, z.B. Beckenendlage • Mehrlingsgeburten • Geburtsstillstand • wenn es Hinweise auf Wachstumsstörungen, Erkrankungen oder Fehlbildungen des Kindes gibt • Erkrankungen der Mutter wie zum Beispiel manche Herzerkrankungen oder schwere Stoffwechselstörungen • wenn durch den Geburtsstress die Gesundheit der Mutter gefährdet ist • Erschöpfung der Mutter, wenn die Geburt besonders lange dauert • Angst vor der bevorstehenden Geburt Kaiserschnitt Spontangeburt Entfernung der Gebärmutter wg. Verletzung bei 2 von 1.000 Geburten bei 1 von 1.000 Geburten Schmerzen/Wundheilungsstörung am Unterbauch möglich nicht vorhanden Festgewachsene Plazenta bei Folgeschwangerschaft bei 1 von 1.000 Geburten bei weniger als 1 von 1.000 Geburten Gebärmutterriss bei Folgeschwangerschaft bei 3 von 1.000 Folgeschwangerschaften bei weniger als 1 von 1.000 Folgeschwangerschaften WELLNESS FÜR ZUHAUSE www.teezeit.de
RkJQdWJsaXNoZXIy MTcxMjA2