Die Baby- & Kinderfüße – das Fundament des Körpers!

Datum: Mittwoch, 30. Januar 2019 10:37


„Zeigt her eure Füßchen, zeigt her eure Schuh“, selbst in Kinderliedern werden Kinderfüße besungen und bestaunt. Und das zu Recht, denn Kinderfüße sind ein kleines Wunder der Natur.

Babys und Kinder lernen in ihren ersten Lebensjahren die Welt mit allen Sinnen kennen. Mit Händen und Füßen „begreifen“ sie buchstäblich, was es mit ihrer Umwelt auf sich hat. So sind die meisten Eltern anfangs noch euphorisch, wenn das Kleinkind die niedlichen Füße einsetzt, um Herumliegendes aus der Umgebung zu ergreifen. Auch die ersten Versuche eines kleinen Menschen, sich ganz allein auf die eigenen Füße zu stellen, sind ein ergreifender Moment im Leben von Eltern. Ihr kleines Baby wird nun größer, immer selbständiger und mobiler – die Welt liegt ihnen zu Füßen. Doch nicht nur sprichwörtlich, sondern auch physiologisch betrachtet, spielen diese beiden Körperteile eine äußerst bedeutende Rolle, vor allem für die Gesundheit. Spätestens, wenn es darum geht, im Bekanntenkreis das Erfolgserlebnis „erste Schritte“ zu verkünden und in den nächsten Monaten die kindlichen Füße mit entsprechendem Schuhwerk zu versehen, geraten die Füße „aus den Augen und damit auch aus dem Sinn“! Aber genau das wollen wir verhindern. Denn wenn an den Füßen etwas nicht in Ordnung ist, kann sich dies nach und nach über die Knie, Hüfte und Wirbelsäule bis zum Hals auf den gesamten Körper auswirken. 98 Prozent aller Babys kommen mit gesunden Füßen zur Welt, aber nur 40 Prozent haben gesunde Füße im Erwachsenenalter. In den ersten Monaten sind die Füße noch flach wie ein Brett und könnten das Gewicht der Babys noch nicht tragen. Ab dem ersten Geburtstag haben sich die Babyfüße so entwickelt, dass sie das Gewicht des Kindes tragen können, wenn auch nur kurz. Schon bald wird es immer häufiger der Fall sein, dass das Kind auf den Füßen stehen möchte und die eigentliche Arbeit, das Laufen, für den Rest des Lebens übernehmen möchte. An dieser Stelle sind die Eltern gefragt. Denn die kleinen Füßchen müssen ungestört wachsen und sich kräftigen können. Genau hierfür ist die Bewegungsfreiheit nötig. Von Beginn an heißt es: „So viel barfuß laufen wie möglich“. Das stärkt die Fußmuskulatur, somit ist dies die beste Fußgymnastik und engt die Füße nicht ein. Die Studie „Kinderfüße auf dem Prüfstand“ ergab, dass jedes fünfte Kind Druckstellen, Schwielen, Warzen und Nagelpilz an den Füßen hat. Denn Kinderfüße stecken oft nicht nur in den falschen, sondern auch zu häufig in Schuhen. Lassen Sie also Ihr Kind auch draußen, wenn es das Wetter und die Bodenbeschaffenheit zulassen, barfuß laufen. Am besten eignen sind Sand und weicher Waldboden.
Haben Sie nicht die Möglichkeit, Ihr Kind barfuß draußen laufen zu lassen, gibt es noch die Möglichkeit, kleine fußgymnastische Übungen spielerisch in den Alltag einzubauen. Werden Muskeln in den kleinen Kinderfüßchen nicht beansprucht, verkümmern diese besonders schnell oder werden gar nicht erst ausgebildet. Daher ist es wichtig, die Füße mit gezielten Übungen fit für die Anforderungen des Lebens zu machen.

Wissenswertes über Kinderfüße:

  • Kinderfüße entfalten sich durch viel Bewegung, Bodenkontakt und unterschiedliche Reize am besten
  • Lassen Sie Ihr Kind daher nicht nur so oft es geht barfuß laufen, sondern trainieren Sie die Füße gemeinsam so häufig wie möglich
  • Für die Fußgesundheit spielt neben einer gut ausgebildeten Muskulatur auch das richtige Schuhwerk eine entscheidende Rolle


Diese fußgymnastischen Übungen können Sie mit Ihrem Kind spielerisch durchführen:

  • Übung 1. Watscheln Sie mit Ihrem Kind wie eine Ente oder ein Pinguin oder schleichen Sie geschmeidig wie ein Indianer.
  • Übung 2. Laufen Sie wie eine Ballerina auf Zehenspitzen und lassen Sie Ihr Kind vorsichtig auf Baumstämmen balancieren.
  • Übung 3. Üben Sie zusammen mit Ihrem Kind auf den Fersen zu laufen sowie auf den Fußaußenseiten.
  • Übung 4. Stellen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf eine Stufe, sodass der Fuß bis zur Hälfte hinten überschaut. Jetzt wippen Sie leicht auf und ab. Das stärkt und dehnt die Wadenmuskulatur und verhindert einen Spitzfußgang.


Diese Übungen bringen nicht nur gesunde, stabile Füße als Ergebnis, sondern stärken die Eltern-Kind-Bindung und machen allen Beteiligten viel Spaß.


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