Der ganz besondere Job im Kinderhaus Pusteblume

Datum: Dienstag, 27. Oktober 2020 12:58


Stefanie Löschke bei der Arbeit im Kinderhospiz Pusteblume: der junge, schwerkranke Patient liebte bei seiner Zeit im Hospiz die Therapiepuppe und trank mit deren Hilfe immer ein Gläschen mehr.

Stefanie Löschke pflegt schwerstkranke Kinder – und sucht engagierte Mitstreiter.

In diesem Jahr eröffneten die Johanniter mit dem Kinderhospiz Pusteblume ein bundesweit beispielhaftes Haus, das schwerstkranken Kindern und ihren Familien in extremen Situationen Entlastung und eine besondere Auszeit ermöglicht. Das mit Liebe zum Detail umgesetzte Hospiz ermöglicht den Mitarbeitern eine sehr persönliche Atmosphäre und einen beruflichen Alltag, der gerade wegen der besonderen Situation der Patienten Herausforderung, Wertschätzung und einen Gewinn für den persönlichen Selbstwert eint. Aktuell werden zur Verstärkung des Teams Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte gesucht – viele Gründe, mit Pusteblume-Mitarbeiterin Stefanie Löschke über diesen besonderen Arbeitsort zu sprechen:

Sie sind selbst Mutter, wie nahe gehen Ihnen die Schicksale der Kinder und Familien im Hospiz?

Die Arbeit ist letztendlich auch für mein privates Familienleben ein Gewinn. Sie zeigt mir täglich, wie wichtig Geduld und Einfühlungsvermögen sind. Das färbt ab und so profitiert auch meine neunjährige Tochter von Mamas Job. Ansonsten gilt es, für eine professionelle Arbeit im Hospiz viel Herz, aber auch den richtigen Abstand zu wahren. Ich finde, man kann das sehr gut trennen und lernt sogar, die Zeit mit dem eigenen Kind umso intensiver zu nutzen.

Was macht das Kinderhospiz als Arbeitsort besonders?

Ich bin extra wegen der Pusteblume in meine alte Heimat, den Spreewald, zurückgekehrt. Nach 20 Jahren Mitarbeit in Kliniken ist das Kinderhospiz genau die Herausforderung, die ich gesucht habe. Ich wollte nicht länger den unpersönlichen Klinikalltag, aber dennoch im medizinischen Bereich tätig bleiben. Ohne die Pusteblume wäre ich wahrscheinlich nicht in den Spreewald heimgekehrt – und bereue diese Entscheidung keine Sekunde. Die Arbeit mit den Kindern und vor allem im Team ist herzlich, wir sind fast schon wie eine Familie. All das bereichert mein Leben. Die exzellenten Arbeitsbedingungen und das sehr kollegiale Miteinander selbst mit der Leitungsebene kannte ich zuvor nicht.

Wie wichtig ist das Team?

Wir arbeiten jeden Tag Hand in Hand. Die Teamarbeit steht im Fokus, alle Kollegen sind immer offen und ich erhalte unendlich viele Tipps. Hier steht man zu keiner Zeit allein da.

Wie klappt die Balance zwischen Beruf und Privatleben?

Ich bin alleinerziehend und da hilft es, wenn meine Tochter den Hort genau gegenüber vom Hospiz besucht. Wir reden sehr offen über meine Arbeit und meine Tochter wächst mit meinen Erfahrungen. Das stärkt unsere sozialen Bande enorm.

Wem würden Sie eine Mitarbeit im Hospiz empfehlen?

Jedem, der das Herz am richtigen Fleck trägt, in seinem beruflichen Leben noch etwas ganz Spezielles umsetzen möchte, und der eine liebevolle Umgebung, ein gutes Arbeitsklima und ein tolles Teamwork erfahren möchte.

Informationen zu Aufgaben, gewünschten Fähigkeiten, vielfältigen Leistungen und zur Bewerbung um eine Mitarbeit im Kinderhospiz gibt es unter:

www.besser-für-alle.de