
Foto: PeopleImages, istock
Wellnessinspirationen für Eltern und Kinder
Wie sieht es bei Ihnen in diesem Jahr mit den guten Vorsätzen aus? Standen erneut mehr Sport und gesündere Ernährung auf der Liste? Leider überdauern die wenigsten Vorsätze den Januar, dann hat uns das Hamsterrad schon wieder im Griff. Daher haben wir an dieser Stelle einen guten Vorsatz, der mehr Spaß macht und der ganzen Familie guttut: mehr Entspannung. Das beginnt bei weniger Zeitdruck und Terminstress im Alltag und endet im besten Fall mit regelmäßigen Auszeiten für die ganze Familie. Denn wenn Mama und Papa entspannt sind, dann sind automatisch auch die Kinder entspannter. Welche Auszeit Eltern guttut, ist sehr individuell: Das kann das wöchentliche Workout sein, ein angeleitetes Coaching oder Retreat oder ein Wellnesstag im Spa. Auf den kommenden Seiten geben wir Inspirationen, wo Eltern in der Lausitz eine (Familien-)Auszeit genießen können. Zwischen Spreewald und Zittauer Gebirge gibt es eine tolle Auswahl an Hotels und Spas, die für Miniauszeiten und Wellness-Wochenenden gebucht werden können und von denen viele explizit auch Kinder willkommen heißen. Einige stellen wir auf den kommenden Seiten vor.
Mit Kindern in die Sauna
Die Finnen leben es vor und auch in Deutschland gibt es mittlerweile viele Fans des bewussten Schwitzens. Fast jeder dritte Deutsche schwitzt regelmäßig auf privaten oder öffentlich zugänglichen Holzbänken. Dass das Saunieren so beliebt ist, liegt neben dem Entspannungseffekt auch an den gesundheitlichen Vorteilen wie einer besseren Durchblutung und einem stärkeren Immunsystem. Das gilt für Jung und Alt gleichermaßen: „Eltern tun ihren Kindern etwas Gutes, wenn sie diese mit in die Sauna nehmen“, weiß Dr. Rainer Brenke, medizinischer Berater des Deutschen Sauna-Bundes.
Der Verband empfiehlt die Sauna für Babys ab vier Monaten. Wenn der Saunabesuch für alle stressfrei werden soll, kann man Kinder ab etwa drei Jahren mit in die Sauna nehmen – vorausgesetzt, dass sie keine Windel mehr benötigen und dass es in der gewünschten Einrichtung kein Mindestalter gibt. Wichtig ist, die Kinder beim Saunagang im Blick zu behalten, damit man bei Unwohlsein schnell reagieren kann. Einige Einrichtungen mit Sauna bieten Zeiten speziell für Familien mit kleineren Kindern an. Das hat den Vorteil, dass man unter Gleichgesinnten ist und das gegenseitige Verständnis größer ist. Zudem wird bei der Kindersauna auf die Bedürfnisse der Kleinen eingegangen.
Der Ablauf eines Saunagangs ist für Groß wie Klein ähnlich. Allerdings sollten sich Eltern bei der Zahl und Dauer der Saunagänge an den Kindern orientieren. Das gilt vor allem bei jüngeren Kindern. Denn Kinder nehmen mehr Wärme auf, da sie bezogen auf ihre Körpergröße mehr Oberfläche haben. Zudem können sie ihre Körpertemperatur noch nicht voll regulieren. Je älter die Kinder werden, desto mehr kann sich ihr Saunabad an das von Erwachsenen anpassen.
Für Kinder empfiehlt sich zum Start eine Niedrigtemperatursauna wie die Biosauna oder eine Infrarotsauna. Einige Einrichtungen bieten spezielle Kindersaunen an. Empfohlen werden zwei bis maximal drei Saunagänge mit längeren Ruhephasen dazwischen. Für jüngere Kinder, die zum ersten Mal die Sauna besuchen, reicht ein Saunagang. Von Aufgüssen für jüngere Kinder raten die meisten Fachleute wegen der Hitze und der ätherischen Öle ab. Ein Saunagang sollte für Erwachsene zwischen 8 und maximal 15 Minuten dauern. Wer sich unwohl fühlt, sollte die Sauna eher verlassen. Für Kinder reichen je nach Alter schon 3 bis 6 Minuten. Meist ist damit auch die Zeitspanne ausgereizt, in der sie ruhig sein können.
Nach dem Saunagang sollte der Körper behutsam abgekühlt werden. Das kann in der kühlen Jahreszeit durch einen kurzen Gang an die frische Luft erfolgen, alternativ durch abduschen. Kleine Kinder sollten das oft sehr kalte Tauchbecken noch nicht nutzen. Es folgt die Ruhephase, bei der man sich in einen Bademantel einkuschelt und hinlegt. Hier kann es helfen Kindern über Kopfhörer ein Hörbuch oder Musik vorzuspielen und ihnen ein Buch zu geben. Auch wichtig: Kinder und Eltern sollten zwischendurch ausreichend trinken.

Foto: evgenyatamanenko, istock
Miniauszeit: 5 Entspannungstipps für den Alltag
Für jene Eltern, denen die Zeit für Saunabesuche und Elternauszeiten fehlt: Erstens, nehmen Sie sich die Zeit einfach. Es tut allen Familienmitgliedern gut. Zweitens folgen hier ein paar Ideen für Miniauszeiten, die sich in 10 bis maximal 90 Minuten umsetzen lassen und damit auch nach Schulschluss und Feierabend.
1. Kissenschlacht & Kuscheln: Ein paar Kopf- oder Sofakissen schnappen und dann zwei oder mehr Teams bilden, z.B. Eltern gegen Kinder oder Jungs gegen Mädchen. Dann wird so lange mit Kissen geworfen, bis alle ausgepowert sind. Zum Schluss wird im Kissenberg gekuschelt. Wichtig, damit die Kissenschlacht nicht in Stress ausartet: vorher alles wegräumen, was leicht kaputt gehen kann.
2. Kinoabend auf dem Sofa: Ein Filmabend auf dem Sofa entspannt nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder. Wenn Sie dann noch mit Popcorn oder anderen Snacks Kinostimmung aufkommen lassen, können sich alle entspannt zurücklehnen und sich ausnahmsweise das Abendessen sparen. Etwas aufwändig, aber ein echtes Highlight für Kinder, ist selbst gemachtes Popcorn.
3. Atemübung: Kinder ab etwa drei Jahren können bewusstes Atmen und Entspannen mit diesen spielerischen Atemübungen lernen: Für die Kuscheltieratmung legt sich das Kind auf den Rücken und ein Kuscheltier auf den Bauch. Dann versucht es, das Kuscheltier über die Atmung leicht anzuheben. Bei der Lokomotivübung setzt sich das Kind hin und atmet laut ein und aus und wird dabei immer lauter und schneller – wie eine schnaufende Dampflok. Zum Ende der Übung bremst die Lok ab und die Atmung wird langsamer und ruhiger.
4. Spaziergang & Steinen lauschen: Ein Spaziergang kann sowohl beim Zur-Ruhe-Kommen helfen, aber auch beim Auspowern, falls der Nachwuchs zu viel Energie hat. Wenn Sie einen See oder Bach in der Nähe haben, können Sie diese Entspannungsübung ausprobieren: dazu einen Stein mit geschlossenen Augen ins Wasser werfen und anschließend lauschen, wie lange nach dem Aufprall das Wasser noch Geräusche macht.
5. Vorlesestunde: Flüstern & Kerzenschein: Vorlesen entspannt total und ist daher ein beliebtes Zu-Bett-geh-Ritual in Familien. Wandeln Sie es ab, indem Sie den Raum abdunkeln und nur mit Kerzen oder einer schwachen Leselampe erleuchten und die Geschichte ganz leise oder im Flüsterton vorlesen. Idealerweise finden Sie eine Geschichte, die in der zur Verfügung stehenden Zeit zu Ende gelesen werden kann.





