Das richtige Pausenbrot

Datum: Donnerstag, 15. September 2011 11:50

Ein Ratgeber zum Schulbeginn


Gute Leistungen in der Schule sind nicht nur eine Frage der Intelligenz. Wichtig ist auch, dass das Gehirn optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Das gesündeste Pausenbrot ist ein Brot aus vollem Korn. Kinder mögen Vollkornbrot, wenn es fein vermahlen und saftig ist. Wenn ihr Kind dies ablehnt, geben Sie ihm Sonnenblumen- oder Mischbrot mit. Essgewohnheiten verändern sich im Laufe der Zeit. Gewöhnen Sie ihre Kinder an Vollkornprodukte, hier stecken die meisten wertvollen Nährstoffe drin. Das ist jederzeit möglich, Sie müssen nur konsequent sein! Achten Sie auch darauf, dass der Brotbelag nicht zu üppig ist: Fettarme Käse- und Wurstsorten sind leichter verdaulich, enthalten wichtiges Eiweiß und weniger Kalorien. Gemüse darf immer sein, auf dem Brot oder in der Brotbox. Manche Kinder mögen auch Joghurt oder Quark – eine gute Wahl, denn sie enthalten Calcium, wertvolles Eiweiß und Vitamine. Achten Sie beim Kauf oder der Zubereitung auf Fettgehalt und Zusatzstoffe. Obst und Gemüse, wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, gehören immer in die Brotbox. Am besten geschnitten, Kinder essen doppelt so viel Obst und Gemüse, wenn es ihnen mundgerecht angeboten wird. Schneiden Sie also Möhren, Kohlrabi, Gurken oder Zucchini in kleine Stifte, Paprika in Streifen. Auch Radieschen oder Cocktailtomaten kommen gut an. Müsliriegel, Kinderjoghurts, Milchschnitten, Knoppers und Co. sind bei Kindern zwar sehr beliebt, aber sie enthalten zu viel Fett, Zucker und zu wenig wichtige Nährstoffe. Sie zählen eher zu den „Extras“, die den Blutzuckerspiegel nur kurz ansteigen lassen. Obst, Gemüse, Vollkorn und Milchprodukte gehen langsam ins Blut, das Gehirn wird somit gleichmäßig und anhaltend mit Energie versorgt. Ihr Kind bleibt länger fit und konzentriert. Weil aber das beste Pausenbrot nichts bringt, wenn es in der Brotbox bleibt, ist es gut, Kinder beim Speiseplan mitreden zu lassen.

Wichtig: Mit Frühstück auf den Schulweg!
Jedes siebte Kind macht sich morgens mit leerem Magen auf den Schulweg, das ergab eine Forsa-Umfrage unter 1.000 Eltern. Immerhin sagten sechs Prozent der befragten Grundschuleltern, ihren Kindern Geld für Essen mit in die Schule zu geben. Kinder stecken das Geld meist in die beliebten Snackautomaten, die mit Süßigkeiten oder süßen Mixgetränken voll gestopft sind. Damit stillen sie Durst und Heißhunger nur kurz, bei vielen Kindern folgt durch den Zuckerkonsum Unkonzentriertheit, Aggressivität wird gefördert und einige werden zum Zappelüberflieger. Weitere Gründe für einen Heimstart ohne Frühstück: keine Zeit, oder Morgenmuffligkeit, Stress zwischen Familienmitgliedern oder vielleicht geht es zu wie in einem Taubenschlag – da kann es einem schon mal den Appetit verschlagen. Doch jedes Kind braucht für den Weg zur Schule und in den ersten Schulstunden einen angefüllten Kohlenhydratspeicher. Es muss nicht viel gegessen werden, aber eine Tasse Milch, Müsli, Joghurt der Obst/Gemüse tun den wichtigen Anfang. Eine gute Atmosphäre, die Sie vorleben, überzeugt jedes Kind, eine Kleinigkeit zu essen.

Hinweis: Bitte denken Sie auch an das Trinkverhalten Ihres Kindes. Auch während der Schulzeit benötigen Kinder ausreichend Flüssigkeit, das wird oft vergessen.