Gesundes Frühstück

Datum: Freitag, 23. August 2013 11:03

Ernährungsratgeber zum neuen Schuljahr

Unseren Ratgeber für Ernährung betreut Katrin Löder. Der Ratgeber Ernährung wird erstellt mit freundlicher Unterstützung des aid Infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.

Gute Leistungen in der Schule sind nicht nur eine Frage der Intelligenz. Wichtig ist auch, dass das Gehirn optimal mit Nährstoffen versorgt wird. Das gesündeste Pausenbrot ist ein Brot aus vollem Korn. Kinder mögen Vollkornbrot, wenn es fein gemahlen und saftig ist. Wenn ihr Kind dies ablehnt, geben Sie ihm Sonnenblumen- oder Roggenmischbrot mit. Essgewohnheiten verändern sich im Laufe der Zeit. Gewöhnen Sie ihr Kind an Vollkornprodukte, hier stecken die meisten wertvollen Nährstoffe drin. Das ist jederzeit möglich, Sie müssen nur konsequent sein! Achten Sie auch darauf, dass der Brotbelag nicht zu üppig ist: Fettarme Käse- und Wurstsorten sind leichter verdaulich, enthalten wichtiges Eiweiß und weniger Kalorien. Obst und Gemüse darf immer sein, es enthält wichtige Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Am besten geschnitten, Kinder essen doppelt so viel Obst und Gemüse, wenn es ihnen mundgerecht angeboten wird. Schneiden Sie also Möhren, Kohlrabi, Gurken oder Paprika in Streifen. Auch Radieschen und kleine mundgerechte Tomaten kommen gut an.
 Manche Kinder mögen Joghurt oder Quark – eine gute Wahl, denn sie enthalten Calcium, wertvolles Eiweiß und Vitamine. Achten Sie beim Kauf oder bei der Zubereitung auf Fettgehalt und Zusatzstoffe.
Nicht die Milchschnitte macht‘s
Milchschnitte, Kinderriegel, Müsliriegel, Knoppers und Co. sind bei den Kindern zwar sehr beliebt und die Werbung verspricht ein ideales Frühstückchen zwischendurch, sie enthalten aber zu viel Fett, Zucker und nur wenige wichtige Nährstoffe. Sie heben schnell und kurzzeitig den Blutzuckerspiegel, was weniger förderlich für eine gute Konzentration ist und meistens führen sie zu enormen Heißhungerattacken. Obst, Gemüse, Vollkorn und Milchprodukte gehen langsam ins Blut, das Gehirn wird somit gleichmäßig und anhaltend mit Energie versorgt. Ihr Kind bleibt länger fit und kann sich besser konzentrieren. Auch kleine Naschereien für zwischendurch sind wenig sinnvoll und schaden zudem den gesunden Zähnen. Denn welches Kind putzt sich schon wirklich die Zähne in der Schule? Leider gibt es diese Möglichkeit nur in wenigen Schulen, die allgemein mit dem Konzept „gesunde Schule“ arbeiten. Weil aber das beste Pausenbrot nichts bringt, wenn es in der Brotbox bleibt, ist es gut, Kinder beim Speiseplan mitreden zu lassen.

Mit Frühstück auf den Schulweg!
Jedes siebte Kind macht sich in Deutschland morgens mit leerem Magen auf den Schulweg. Einige bekommen sogar Geld mit und stecken dieses gerne in die beliebten Snackautomaten.  
Oft genannte Gründe der Eltern: keine Zeit, Morgenmuffligkeit, Stress zwischen Familienmitgliedern, oder es geht früh zu wie im Taubenschlag. Doch jedes Kind braucht für den Schulweg und die ersten Schulstunden einen angefüllten Kohlenhydratspeicher. Nichts ist unangenehmer, als mit einem knurrenden Magen oder Bauchschmerzen in den Tag zu starten. Es muss ja nicht viel gegessen werden, denn die Frühstückspausen sind in den meisten Schulen bereits zwischen 9.00 und  10.00 Uhr.
Sie als Eltern sollten Vorbild sein, Ihr Kind lernt von Ihnen. Eine gute Atmosphäre, die Sie vorleben, überzeugt jedes Kind, eine Kleinigkeit zu essen. Zudem ist das gemeinsame Frühstück für das Familienleben von zentraler Bedeutung, wie viele Untersuchungen bestätigen.

Hinweis

Bitte denken Sie auch an das Trinkverhalten Ihres Kindes. Auch während der Schulzeit benötigt Ihr Kind ausreichend Flüssigkeit, das wird oft vergessen.

In der Oktober-Ausgabe setzen wir die Serie „Bausteine der Nahrung“ mit dem Teil 18 fort.