
Lausitzer Freizeitorte im Familientest
Für diesen lausebande-Test verlassen wir erstmals die Lausitz und fahren Richtung Chemnitz in den Sonnenlandpark Lichtenau. Schon von der Autobahn aus bekommen die Kids Lust auf den Tag: Denn die „Höhe-Punkte“ im doppelten Sinne sieht man schon von weitem: Riesenrad, Erlebnispyramide und Rutschenturm.
Doch bevor wir den Freizeitpark erobern, checken wir im dazugehörigen Hotel ein. Denn wir nutzen den Ausflug in den Sonnenlandpark für einen Miniurlaub. Zu fünft beziehen wir ein Familienzimmer mit Verbindungstür. Die Zimmer bieten viel Platz, ebenso die Bäder. Die Kids freuen sich über ein süßes Betthupferl und Bettlektüre – eine kleine Aufmerksamkeit des Hauses, die zeigt, dass Familien hier willkommen sind. Vom Fenster aus blicken wir direkt auf den Park – und genau den wollen wir jetzt endlich erkunden.
Der Eingang ist keine zwei Geh-Minuten vom Hotel entfernt. Die Kids dürfen entscheiden, wo es langgeht und starten direkt beim Kettenkarussell. Wie fast alle anderen Attraktionen ist es im Eintrittspreis inklusive. Wer mag, kann nach einer Runde sitzen bleiben und nochmal fahren. Natürlich wollen unsere Kids nochmal. Nach der zweiten Runde drängen wir zum Weitergehen, denn auf dem Parkplan sind mehr als 40 Attraktionen eingezeichnet, von denen wir die meisten testen wollen. Und da sind der Indoorspielplatz und das Wildgehege mit Streichelzoo und Irrgarten noch nicht mal mit eingerechnet. Unsere Kids können, da sie größer sind, alle Attraktionen nutzen, aber auch für Jüngere wird sehr viel geboten.
Als die Kinder den See entdecken, der zentral im Park liegt, bestehen sie auf einer Tour mit dem Floß. Tatsächlich hält uns das Holzfloß alle fünf über Wasser, nur das Steuern mit dem Paddel ist anspruchsvoller, als es vom Ufer aus wirkt. Vom Boot geht es in die Bahn: Wir steigen in die Parkbahn „Anton“ ein und erfahren dort, dass der Park in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feiert und sich die Attraktionen auf 30 Hektar Fläche verteilen. Wir fahren an den Sika-, Rot- und Damhirschen vorbei und steigen am Riesenrad aus. Von ganz oben überblicken wir erstmals die ganze Ausdehnung des Sonnenlandparks. Die Größe hat zwei große Vorteile: Unsere Kids bewegen sich den ganzen Tag an der frischen Luft. Jüngere Kinder, die noch nicht so viel Ausdauer haben, können zwischendurch im Kinderwagen oder im Bollerwagen ausruhen. Der zweite Vorteil des weitläufigen Geländes: Die Besucherströme verteilen sich. Wir haben einen sonnigen Frühlingstag für unseren Besuch erwischt, der Park ist sehr gut besucht und trotzdem sind die Wartezeiten am Imbiss und an den Attraktionen überschaubar. Meist warten wir nur wenige Minuten, manchmal gar nicht – wie am Riesenrad. Nach der Gondelfahrt in luftiger Höhe fahren wir nicht mit der Parkbahn weiter, sondern laufen durch das Wildgehege zurück in den Parkteil mit den Attraktionen. Hier stürmen die Kinder den großen Spielplatz samt Hüpfkissen.
„Eigentlich war alles richtig cool. Aber am besten fand ich den Nautic Jet, den Butterfly, und das Kettenkarussell, weil es da so im Bauch gekribbelt hat.“
Helena, 11 Jahre
Zwischendurch stärken wir uns am Imbiss. Das Angebot umfasst die Klassiker wie Pommes, Wurst und Pasta, Kuchen und Eis, für den Nachwuchs stehen drei Kindergerichte zur Auswahl. Wer bis zum Abend bleibt oder wie wir übernachtet, kann auch im Hotel zu Abend essen – das Restaurant steht auch externen Gästen offen. Wir fallen müde aber glücklich ins Bett und freuen uns erneut über den Blick auf die nun beleuchteten Attraktionen.
Den zweiten Tag starten wir mit einem ausgiebigen Frühstück im Hotelrestaurant. Auch hier fällt wieder auf, wie familienfreundlich das Hotel ist: Für die Kleinen gibt es eine Spielecke und spezielles Kindergeschirr. Das Wetter lässt uns am zweiten Tag im Stich: Es ist deutlich kühler und es nieselt. Doch im Park erweist sich der Wetterumschwung als großes Glück. Weniger Gäste wagen sich in den Park, trotz der Nässe haben aber viele Attraktion geöffnet und an keiner müssen wir warten. Die Kinder wollen direkt zum Nautic Jet. Die kurze, aber rasante Bootstour haben sie tags zuvor ausprobiert und können sich nun ein Dutzend Mal hintereinander ins Wasserbecken stürzen. Und so testen wir uns ganz entspannt durch jene Attraktionen, die wir am Vortag nicht geschafft hatten, bevor wir vor dem stärker werdenden Regen in den Indoorspielplatz IN-Sola ausweichen. Auch hier haben wir viel Spaß – die Kids in der großen Kletterwelt, anschließend treten wir Eltern noch im Airhockey, Billard und Tischkicker gegen unsere Kids an. Unser Fazit: Ein tolles Familienwochenende, an dem auch wir Eltern unseren Spaß hatten.
Unser Tipp: An den Imbissen im Park gibt es eine reichhaltige Speisenauswahl. Wer mag, kann auch seine eigene Verpflegung mitbringen und im Park picknicken. Wir empfehlen die Grillstellen. Das Grillgut kann man mitbringen oder für mehr Komfort komplette Grillpakete samt Holzkohle am Imbiss erwerben.
Sonnenlandpark Lichtenau
Zum Sonnenlandpark 1-3, 09244 Lichtenau
Hauptsaison tägl. 10 bis 18 Uhr
Familienkarte 66 €, Kinder unter 4 J. frei
Doppelzimmer (geeignet für Familien mit bis zu 2 Kindern) ab 130 €






