lausebande unterwegs: Battleground

Datum: Donnerstag, 06. August 2026 13:51

Lausitzer Freizeitorte im Familientest

Für diesen Familientest bleiben wir in der Lausitz – verlassen aber erstmals Deutschland. Denn auch hinter der polnischen Grenze gibt es lohnenswerte Ausflugsziele für lausebanden. Unser Tagesziel ist von unserer Heimatstadt Hoyerswerda in gut einer Stunde erreichbar, von Cottbus in 45 Minuten: Battleground Adventureland in Polen, kurz hinter Forst. Dort erwartet uns mit 75 Hektar Fläche die größte Paintball-Anlage Europas. Den Kindern erklären wir: Das ist so als würde man 100 Fußballfelder nebeneinander legen. Statt 100 Fußballfeldern erwarten uns dutzende „Spielfelder“, auf denen man Lasertag, Paintball oder Airsoft spielen kann. Doch vorher gehen wir zur Anmeldung und werden von Inhaber Stefan und von Herrn Schmidt begrüßt. Letzterer ist ein süßer Terrier, der die Klingel ersetzt. Sein Herrchen Stefan hat die Battleground-Anlage Anfang des Jahres übernommen, er spielt selbst seit seiner Jugend Paintball, war jahrelang im Vertrieb in der Branche tätig und ist jetzt stolzer Eigentümer von Europas größtem Paintball-Feld.

Wir starten unseren Adventure-Tag mit einer Runde Lasertag. Nach einer kurzen Einweisung beginnen wir auf dem Spielfeld, das sich die Kids ausgesucht haben: McDonalds. Wie jedes andere der insgesamt 28 Spielfelder ist es nach einem Thema gestaltet – bei uns stammen die Hindernisse und Verstecke von ausrangierten McDonalds-Spielplätzen. Lasertag funktioniert am Battleground nach dem gleichen Prinzip wie in den klassischen Lasertag-Hallen. Jedes Familienmitglied erhält einen Tagger, mit dem er die Tagger des gegnerischen Team markieren kann. Gezielt wird also nicht auf Menschen, sondern nur auf den Tagger. Wer acht Mal getroffen wurde, für den gilt „Game over“ und der Tagger wird deaktiviert. Wir können über die Farben die Teams wählen und spielen in verschiedenen Varianten: Eltern gegen Kinder, Jungs gegen Mädchen und jeder gegen jeden. Da die einzelnen Spielfelder sehr groß sind, kommen wir und die Kids ordentlich in Bewegung und brauchen schon nach der ersten Runde eine Verschnaufpause. Nach ein paar Runden wechseln wir das Spielfeld und machen im „Geheimbunker“ weiter. Der besteht aus einer alten Ruine, die vor knapp 100 Jahren vermutlich wirklich mal als Bunker genutzt wurde. Für die Kinder ist sie – genauso wie die unterirdischen Gänge – ein großartiger Abenteuerspielplatz. Nach anderthalb Stunden sind alle ausgepowert. Wir brauchen eine längere Verschnaufpause samt Stärkung im hauseigenen Restaurant. Die Karte hält Klassiker wie Pommes, Pizza, Nuggets und Burger zu sehr familienfreundlichen Preisen bereit. Die einheimische Währung brauchen wir nicht, man kann alles mit Karte oder in Euro zahlen. Die Küche kommt bei uns und den Kids sehr gut an: „Die beste Margherita, die ich je gegessen habe“, kommentiert der Junior seine Pizza anerkennend.

„Ich finde es gut, dass es hier so viele verschiedene Spielfelder gibt. Beim nächsten Mal müssen wir unbedingt Badesachen einpacken, damit ich den großen Pool ausprobieren kann.“

Paula, 10 Jahre

Damit wir ein Gefühl für die Größe der Anlage bekommen, fahren wir noch eine Runde auf dem Panzer mit. Drei außer Dienst gesetzte Militärfahrzeuge können für kleine Spritztouren gebucht werden. Wir sitzen oben auf und lassen uns chauffieren. Auf Paintball und Softball verzichten wir, da unsere Mädchen zu jung sind und zuschauen müssten. Aber für alle Kids ab 12 Jahren dürfte Paintball das Highlight im Battleground sein. Die komplette Ausrüstung kann man vor Ort ausleihen. Wir wagen uns stattdessen ans Axtwerfen. Bisher haben wir nur Dartpfeile geworfen und sind überrascht, wie anspruchsvoll das Werfen und Zielen der Axt ist. Doch nach ein paar Probeschüssen haben wir den richtigen Dreh raus und jeder von uns trifft mindestens ein Mal die Zielscheibe.

Zum Abschluss führt uns Stefan auf einem kleinen Teil der riesigen Anlage herum. Wir sehen einige der Spielfelder und den großen Campingplatz. Zum Gelände gehören außerdem eine Bühne für Konzerte oder Kino am Abend, ein großer Pool für die Campinggäste und die Terrasse des Restaurants. Stefan erzählt von seinen weiteren Ideen und Ausbauplänen. Denn auf dem riesigen Grundstück ist noch Platz für mehr. Er will eine kleine Quadstrecke speziell für Kinder aufbauen. Damit dürfte der Battleground perspektivisch zum Playground für Familien werden. Der große Vorteil – und das merken auch wir bei unserem Ausflug: Die Kinder bewegen sich den ganzen Tag draußen an der frischen Luft. Nicht ein Mal kommt die Frage nach dem Handy auf. Die ganze Anlage liegt im Wald und auch die Spielfelder sind mit Bäumen bewachsen, so dass es selbst im Sommer nicht zu warm wird. Ein weiterer Pluspunkt: Da so viele verschiedene Spielfelder zur Auswahl stehen, gibt es keine Wartezeiten, ein Feld ist immer frei und wer tatsächlich von früh um 8 bis abends 18 Uhr durchspielen will, hat genug Abwechslung.

Battleground
Brożek 21, 68-343, Polen
MI bis SO von 8 bis 18 Uhr
Lasertag (ab 8 Jahren): 19 € pro Stunde
Paintball (ab 12 Jahren): 19,90 € pro Stunde
Campingplatz: 25 € pro Nacht

www.battleground.de