Familienpaten geben Eltern Tipps und Zuversicht auch in Corona-Zeiten

Datum: Mittwoch, 27. Mai 2020 07:40

Netzwerke Gesunde Kinder sind für Familien da

Werdende Eltern und junge Familien haben mit der sich verändernden Lebenssituation oft viele Fragen rund um das Leben mit dem neuen Kind. In den Zeiten der Corona-Pandemie bewegen Mütter und Väter zusätzliche Themen und sie haben zum Teil ganz spezielle Fragen.

Die Kontaktsperre zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus und die damit verbundenen Einschränkungen haben auch die Arbeit der Netzwerke Gesunde Kinder in Brandenburg in den letzten Wochen verändert. Der direkte, persönliche Kontakt mit den ehrenamtlichen Familienpaten und Netzwerkmitarbeitern wurde, wie in vielen anderen Bereichen auch, mit einem Mal unterbrochen.

Die regionalen Netzwerke Gesunde Kinder in Brandenburg begleiten Eltern, um die gesunde Entwicklung ihres Nachwuchses zu fördern. Dies erfolgt in erster Linie durch qualifizierte ehrenamtliche Familienpaten, die Vätern und Müttern konkrete Informationen zu Gesundheitsthemen während der Schwangerschaft und in den drei ersten Lebensjahren des Kindes geben. Interessierten Familien werden zudem viele verschiedene Veranstaltungen und interessante Elternkurse angeboten. Die Netzwerke richten sich dabei an alle Familien. Die Teilnahme ist freiwillig und kostenfrei.

Durch die Corona-Pandemie sind die meisten Angebote vorübergehend ausgesetzt. Doch die Netzwerke Gesunde Kinder und die ehrenamtlichen Familienpaten sind nach wie vor für die Familien da und begleiten, beraten und informieren sie. Das geschieht zum Teil per Telefon, E-Mail oder auf anderen digitalen Kommunikationswegen.

Weil auch Besuche zu Hause aufgrund der Kontakteinschränkungen jetzt nicht immer möglich sind, halten die ehrenamtlichen Familienpaten in erster Linie telefonisch oder per E-Mail zu ihren Familien Kontakt. Oder sie nutzen die Gelegenheit, bei einem Spaziergang mit Eltern über ihre aktuellen Alltagsfragen ins Gespräch zu kommen. So können die Familien über ihren Alltag in der herausfordernden Corona-Zeit sprechen, erfahren Zuspruch, Anerkennung, Motivation und bekommen bei Bedarf entsprechende Hinweise und Empfehlungen.

Fragen und Themen, die Familien aktuell bewegen und nicht aus dem Blick verlieren sollten

Schwangerschaft und Geburt – Was gilt es zu beachten?

Werdende Eltern sind zum Teil verunsichert, wie die Schwangerschaft und Entbindung ihres Babys in der Corona-Zeit ablaufen wird. Gibt es noch Geburtsvorbereitungskurse? Darf die Hebamme zu mir nach Hause kommen? Kann ich zur Geburt noch ins Krankenhaus? Ist mein Baby durch Covid-19 in Gefahr? Kann mein Partner zur Entbindung mit in die Klinik kommen?

Wenn Sie Sorgen oder Fragen zum Ablauf der Entbindung haben, sprechen Sie Ihre Hebamme an oder nehmen Sie direkt Kontakt mit den Geburtskliniken auf. Die Ärzte, Hebammen und Pflegekräfte informieren Sie über die aktuellen Gegebenheiten in der Klinik und besprechen mit Ihnen Ihre Fragen. Zum Teil finden auch wieder Geburtsvorbereitungskurse und Kreißsaalinformationsveranstaltungen in kleinen Gruppen statt, so dass Eltern ihre Fragen direkt loswerden können. Einige Kliniken bieten auch virtuelle Rundgänge an, so dass man sich vorab einen ersten Eindruck verschaffen kann oder können Checklisten für den Inhalt der Kliniktasche zur Verfügung stellen.

In der Regel haben die Netzwerke Gesunde Kinder auch gute Kontakte zu Hebammen und den Geburtskliniken in der Region, wissen über die Regelungen während der Corona-Phase Bescheid und können Auskunft geben oder direkte Ansprechpartner vermitteln. Die Sorge und Angst vor einer Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus oder die Befürchtung, ein durch Schutz- und Hygienemaßnahmen beeinträchtigtes Geburtserlebnis zu haben, veranlasst einige Frauen auch dazu, eher eine Hausgeburt in Erwägung ziehen. Diese Entscheidung sollte vorab gut überlegt und mit den Fachkräften, wie zum Beispiel der Hebamme oder der betreuenden Frauenärztin bzw. dem betreuenden Frauenarzt, besprochen werden. Denn auch hier gelten spezielle Regeln – und Risiken sind nicht auszuschließen.
Weitere Informationen zum Thema Schwangerschaft und Corona-Virus gibt es unter

https://www.familienplanung.de/schwangerschaft/informationen-zum-neuartigen-coronavirus-covid-19/