Kinder brauchen Musik Teil 9 - „Höre die Stille“ – Fortsetzung
In der Ausgabe im Mai hatte ich bereits einige Möglichkeiten beschrieben, wie mit Hilfe des bewussten Hörens und Lauschens das Hören trainiert und dabei auch ein Weg zur inneren Ruhe gefunden werden kann. Vor ein paar Tagen hatte ich mit einem 12-jährigen Mädchen eine kleine Meditationsübung ausprobiert. Zur Unterstützung wählten wir eine langsame beruhigende Musik aus und Naturmaterialien, welche das Hineinversinken erleichtern sollten. Es ist immer wieder faszinierend, welche Wirkung solche kleinen Übungen haben, welche als eine Art Auszeit vom Alltag dienen. Durch regelmäßiges Meditieren werden Stress und Ängste abgebaut und die Konzentration erhöht, das Immunsystem gestärkt. Die Gedanken kommen zur Ruhe.
Auch das aktive Hören und Lauschen ist eine Form des Meditierens. Haben Sie schon einmal die eine oder andere Übung ausprobiert? Ich wohne nah am Wald. Es ist sehr spannend, wenn wir abends oder morgens das Singen der Vögel hören. Mein Sohn und ich sitzen einen kleinen Moment ganz still und lauschen dem Gesang. Diese kleine Ruhepause ist gut, um gestärkt in den Tag zu starten. Diese kleine „Auszeit“ am Morgen lässt uns den Tag entspannter und leichter beginnen, auch wenn manchmal die Nacht nicht ganz so ruhig war wie gern gewünscht.
Haben Sie schon einmal versucht, Ihrem Atem zu lauschen?
Diese Übung hat zum Ziel, die Dimension des Lauschens zu erweitern, aber auch spürend zu lauschen. Dazu benötigen Sie nicht viel, ein paar ungestörte Minuten, in welchen Sie ungestört entspannt sein können. Suchen Sie sich einen Raum, in welchem es möglichst still ist und Sie weder durch andere Personen noch durch Hintergrundgeräusche gestört werden.
1. Legen Sie sich bequem hin oder setzen sich aufrecht auf einen Stuhl, wobei Ihre Füße fest auf dem Boden stehen sollten. Beginnen Sie mit einer Bauchatmung (beim Einatmen nimmt der Bauch zu, beim Ausatmen nimmt er ab). Schließen Sie Ihre Augen und lauschen Sie Ihrer Atmung.
2. Legen Sie Ihre Hände auf den Bauch. Achten Sie einmal darauf, ob Sie beim Einatmen das entstehende Geräusch in der Nase hören können. Manchmal ist dabei der Atem lauter und leiser. Wenn sie genau hören, können Sie auch die ein- und ausströmende Luft hören.
3. Spüren Sie einmal wie sich beim Ein- und Ausatmen Ihr Bauch hebt und senkt. Sie werden merken, das fühlt sich sehr angenehm und wohltuend an und versetzt Sie nach kurzer Zeit in einen meditativen Zustand.
4. Lauschen Sie Ihrem Atem einige Minuten. Beobachten Sie dabei wie sich dies auf Ihre Stimmung und Ihr Wohlbefinden auswirkt.
Verschiedenen Musikaufnahmen lauschen
Versuchen Sie einmal ein- und dasselbe Werk von verschieden Interpreten und Anbietern (2-3 verschiedene AD-Aufnahmen) zu hören.
1. Hören Sie sich das ganze Stück oder nur die ersten Minuten eines Abschnittes abwechselnd an. Hören Sie ein Unterschied? Gibt es Unterschiede in der Wahl der Instrumente, welche im Vordergrund zu hören sind oder welche sind besser zu hören?
2. Spüren Sie Unterschiede zwischen den einzelnen Darbietungen? Fühlt sich eine besser an? Haben Sie das Gefühl dass eine der CD`s Sie intensiver emotional berührt als die andere?
Probieren Sie doch die eine oder andere Übung auch einmal gemeinsam mit Ihren Kindern aus. Sie werden erstaunt sein, was Sie gemeinsam entdecken werden.
Weitere Übungen in meinem nächsten Ratgeber. Viel Spaß beim Ausprobieren und nehmen Sie sich die Zeit.
Kinder brauchen Musik
Datum: Mittwoch, 31. Oktober 2012 12:47
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